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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
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?luf diese Art giebt die Zeit, um welche der Mittag einesOrcs früher, als der eines andern einfällt, den Unterschiedder Meridiane in Graden, und heißt daher der Unterschiedder Mitt.lgskrelje IN Seit (ciissereutia meliäiouoiumin tempore ).

Um wie viel aber der Mittag eines Orts früher ein-fällt , als der Mittag des andern, um eben soviel wird auchjede Stunde lind überhaupt jede Zeitangabe am ersten Ortefrüher, als am andern, eintreten, weil jeder Ort seine Zeitvon seinem Mittage zu zählen anfangt: lim eben sovielmüssen also auch die Zeitangaben beyder Orte in jedem Au-genblicke von einander abweichen. Wenn z. B. in einemund eben demselben Augenblicke die wahre Zeit zu LeipzigzUhr ;o Min., zu Paris zUhr io Min. ist, so kan dieserUnterschied von 40 Min. von nichts anderm herrühren, alsdavyn, daß Leipzig um 40 Min. früher zu zählen angefan-gen, oder 40 Min. eher Mittag gehabt hat, als Paris.Demnach würde für diese Orte der Zeitunterschied 40Mi», und der Bogen 61 ) - 10^ seyn.

Es erhellet hieraus, daß das ganze Problem von derErfindung der Länge sich auf die Frage bringen lasse: Mankennt die Zeit eines Örrs; man fragt, welche Zeites in demselben Augenblicke an einem andern (Orteist. Der Unterschied beyder Zeiten in Grade verwandlet(i Min. für is oder 4Min. für einen Grad gerechnet),giebt den Unterschied der Langen beyder Orte. Diese Fragescheint sehr einfach; aber die große Schwierigkeit liegt inder Ausfindung eines Merkmals, woran sich gleichzeiti-ge 'Augenblicke an entlegnen Orten der Erde erkennenlassen.

Signale durch Bomben, Raketen, Pulvercntzündun-gen, Blendungen eines angezündeten Feuers u. dgl. dienennur auf dem festen Lande, und für nahe Orte, die freh«Aussichten haben. So ist in der Gegend von London devUnterschied der Längen der Sternwarte zu Greenwich lindeiniger andern Orte durch solche Mittel aufs genauste be-stimmt worden. Zur See abxr und in großen Entfernun-gen, wie es Whiston M Dirryn um has Jahr 1714