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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
Seite
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Das Aufbrausen mit den Sauren ist das gewöhnlicheKennzeichen, wodurch man die Kalkerde von andern erdig,ken Materien, und vornemlich von der Kieselerde, unter,scheidet. Doch ist hiebey zu bemerken, daß die Kalkerde,wenn die Säuren sehr verdünnt sind, oder wenn sie vonihrem Gas schon befreyt ist, nicht mehr brauset, ingleichen,daß es noch mehrere mit den Säuren brausende Materiengiebt (wovon bey dem Worte (6as häufige Beyspiele vor-kommen), die man also noch durch andere Kennzeichen vonden kalkartigen Stoffen unterscheiden muß.

Die Kalkerde giebt mit der Vitriolsäure den Selenieoder Gyps, mit der Kochsalzsäure den fixen Salmiak,mtt der Flußspathsäur« den Flußspat!), mit der Salpe.tersäure das salpetrige Ralksalz oder den balduin sichenPhosphorus, mit den vegetabilischen Säuren den Esstg--felenir, Weinsteinselenic, Cirronenselemt u. s. w. mitder Fettsäure das rhierische Kochsalz, und mit der Amei.sensäure den Ameisenselenir. Sie zersetzt alle Salmiak-salze, verbindet sich mit den Säuren derselben, und machtdas süchtige Alkali daraus ftey.

Sie ist für sich allein im strengsten Feuer unschmelzbar,mit den feuerbeständigen Laugensalzen aber fließt sie durchdie Hitze nach Achards Versuchen (Samml. phys. undchem. Abhandl. B. i. S. Z79 und 444.) j« einer Art vonGlas.

Da die Decken aller Schalthiere aus einer sehr reinenKalkerde bestehen, und man die Ueberbleibsel der ehemali.gen Seechiere vorzüglich in den kalkartigen Schichten desErdbodens antrift, so haben sehr viele Geologen mit Buf-fon den Ursprung aller Kalkerde und kalkartigen Materienüberhaupt von den Schalthieren hergeleitet. Sollte dießauch nicht allgemein gelten, so ist es doch von einigen Kalk-schichten gar nicht zu läugnen, in welchen die Trümmernehemaliger Conchylien so häufig sind, daß sie bey weitemden größten Theil der ganzen Masse ausmachen. Wenn

man di« unbeschreibliche Menge der in den Kalklagem be-

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