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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
Seite
723
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Kal 72z

ser Absicht in gedachtem Jahre die zehn letzten Tage desFebruars zugleich mit dem in selbiges Jahr nach dem altenStyl einfallenden Schalttage hinweg, so daß auf den igtenFebr. sogleich der erste Marz folgte, und die Tage nun-mehr mit dem neuen Styl übereinstimmten. Die Ein-schaltung ward eben so, wie im gregorianischen Kalender,eingerichtet; in Absicht auf denMondlaufund das Osterfestaber ward die cyklische Festrechnung (coinputun. eccle-ligliicuü) verworfen, und dagegen vorgeschrieben, denOstervollmond nach Aeplers rudolphinischen Tafeln fürden Mittagskreis von Uranienburg, wo Tycho beobachtethat, zu berechnen, den Tag, auf welchen dieser Vollmond

> fällt, von Mitternacht an gerechnet, für die Gstergrenze(termiuum pgßdialem) zu nehmen, und den nächstenSonntag darauf das Osterfest zu feyern.

Diese astronomische Rechnung kan von der cyklifchenI um einen Tag abweichen, und wenn der Osiervollmond

! innerhalb Sonnabends und Sonntags fallt, in Feyrung

I des Osterfests eine Woche Unterschied verursachen. Einsolcher Fall trat schon 1724 ein, da der Ostervollmond nachden rudolphinischen Tafeln und für den Meridian von Ura-nienburg d. 8 April um 4 Uhr Nachmitt, einfiel. Dieserj Tag war ein Sonnabend, folglich Ostern der ProtestantenSonntags darauf den 9 April. Die cyklische Rechnung! hingegen gab den Ostervollmond Sonntags den 9 Apr.;

mithin die Ostern der Katholiken erst den 16 April ( ML/.

I /er, cie rstione cnmputsncii kalcbsto; exemplo snni 1724.

^ iliuürsta. /r1tnr5.!72Z. 4.). Eben dies ereignete sich imj Jahre 1744, da Ostern bey den Protestanten auf den 29^ Marz, bey den Katholiken auf den 5 April fiel. Im Iah.

> re 1778 fiel das gregorianische Osterfest den 19 April; nachder astronomischen Rechnung eigentlich agf den mken, wardaber, weil les da mit dem Pascha der Juden Zusammen-kam, durch einen eignen Schluß der evangelischen Ständeauf den lyten verlegt. (-Soi-2 cüe palcbsw!. anni 1778.k.ips. 177z. 4. und Oeanni 1778 luäaicn, k.ipst1776. 4.). Alle diese Weitläufigkeiten sind über eineAnordnung entstanden, die man nicht einmal für den