Kal 715
»omen haben ihre Beobachtungen nach dieser Zeitrechnungangegeben, und sie stimmt mit dem bey uns angenomme-nen Mondcykel völlig überein. Dennoch ist die Abwei-chung vom Sonnenläufe, ob sie sich gleich in der ganzenPeriode aufhebt, in einzelnen Jahren derselben sehr be-trächtlich. Daö erste Jahr z. B. hat nur Tage, undist gegen den Sonnenlauf um n Tage zu kurz. Mithinfangt das zwote Jahr u Tage zu früh an, und wird dieNachtgleiche erst den zisten März haben, wenn dieselbe imersten Jahre auf den -osten Marz fiel. Das dritte Jahrhat sie noch n Tage später; durch den am Ende desselbeneingeschalteten Monat aber wird sie wieder um 19 Tage vor-wärts auf den -zsten März gebracht u. s. w., daß also derAnfang der Jahrszeiten nie einen festen Standpunkt hak,und erst nach 76 Jahren genau wieder auf den vorigen Tagzurück kömmt.
Bey den Römern hatteRomulus anfänglich ein Jahrvon ze>4 Tagen eingeführt, und in ivMonate abgetheilt,deren vier aus zi, sechs aus zoTagen bestanden.
8muru. I.. I. csp.14.). Da aber dies weder mit der Son-ne, noch mit dem Monde übereinstimmt, so seht« lJmnanoch ;o Tage hinzu, nahm auch, der ungeraden Zahlhalber, der man eine gute Vorbedeutung beylegte, je-dem der sechs Monate von -0 Tagen, einen Tag ab, undvertheilte diese 56 Tage Zu gleichen Theilen unter zween neueMonate von 28 Tagen, welche die Namen Januar undFebruar erhielten. Endlich sichte er, ebenfalls der ungera-den Zahl halber, dem Jahre selbst noch einen Tag zu, derdem Januar beygelegk wurde, so daß der einzige den Gott-heiten der Unterwelt (DU-,- inkens) heilige Februar einegerade Anzahl von Tagen, nemlich 28 behielt. DiesesJahr von ^5^Tagen enthielt nun etwas über >2 Mondwech-sel , und sollte durch Einschaltungen mit dem Sonnenläufeübereinstimmend gemacht werden. Man wählte dazu dieMethode der Griechen, in 8 Jahren yo Tage einzuschalten,wobey man Schaltjahre und gemeine Jahre, und Einschal-tungen von 22 und 2z Tagen abwechseln ließ. Diese Ortae-teride der Griechen aber seht ein Jahr von Z54 Tagen vor-