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im Winter kälter, als im Sommer; so entsteht durchBindung oder Verwendung freyer Wärme eine oft sehr be-trächtliche Kälte bey gewissen Auflösungen, Ausdünstun-gen u. dg!.; so wird durch Mittheilung seiner Wärme einKörper abgekühlt, wenn ihn andere kältere berühren oderumgeben. Durch diese Mittel entsteht Kälte entweder ohneZuthun der Menschen, oder durch geflissentliche Veranstal-tungen ; worauf die Eintheilung der Kälte in.natürlicheund künstüche beruht. Da von der letzter» der folgendeArtikel handlen wird, so ist hier nur noch etwas wenigesvon der natürlichen Kälte hinzuzusetzen.
Viele Lander und Gegenden sind ihrer Lage wegen weitkalter als andere, die mit ihnen unter einerley geographi.schen Breite liegen, und also den Sonnenstralen in gleichemMaaße ausgesetzt sind. Ueberhaupt ist ein Ork desto käl-ter, je höher er über der Meeresflache liegt; daher dennselbst in Peru, mitten in der heißen Zone, die Gipfel vie-ler Berge mit beständigem Schnee und Eis bedeckt bleiben.Man erklärte sonst diese kältere Temperatur hoher Orte dar-aus, daß sich die dünnere Luft daselbst nicht stark erwärmenließe, und daß der grösteTheil der Wärme von den von derErdflache zurückgeworfenen Sonnenstralen herrührte, wel-che die höhern,Gegenden des Luftkreises nur in geringerMenge erreichten. Aber Herr de Luc (Briefe über dieGesch. der Erde Th. ll. S. 491. u. f.) zeigt aus Beobach-tungen des Herrn Picker in Genf, daß die Wärme desErdbodens, und die Reflexion der Sonnenstralen sehrwenig Einfluß auf die Wärme der Luft haben, daß vielmehrdie Einwirkung der Sonnenstralen auf die Luft nicht alleinvon der Dichte der Luft, sondern auch von der Natur derLuftschichten und von der Menge der Feuermaterie, die sieenthalten, abhänge; weil z. B. die untere Luft, wenn sieviel Dünste in sich hält, sich unter gleichen Umständenstärker erwärmen läst, als wenn sie rein ist. Dennoch lei-tet Airrvan (Pn Lliimste os tlw tempei-gtuce ok äiste-rent latituäcr. s.ouclon, 1787.8.) den grossen Theil derWarme des Lichtkreises von der Berührung und Mitthei-lung des Erdbodens her, wobey die Kalke auf den Bergen