Iso 691
auf einen Harz - oder Pechkuchen stellet. In feuchter mitDünsten angefüllter Lust kan man keinen Körper gehörigisoliren, daher auch in ihr die elektrischen Versuche sehrschlecht von statten gehen.
Die Absicht des Isolirens ist, zu verhüten, daß derKörper die Elektricitäc, die er schon hat, oder die manihm erst mittheilen will, nicht weiter abgebe, welches ge-schehen würde, wenn er mit mehrern Leitern, und durch die-se mit der Erde zusammenhienge. Daher muß z. B. dererste Leiter oder Hauptconductor, in welchem man diedurch eine Maschine erregte Elektricitätsammlen will, jeder-zeit isolirt seyn. Wenn man einem Menschen, z. B. einemKranken, Elektricität miktheilen will, so muß man ihnvorher isoliren.
Zu mehrerer Bequemlichkeit beym Isoliren dienen dieisollrenden Slacive oder Sessel (inl'.iliuniia. //o-korrc). Dazu gebraucht man Fußbrete mit Glasfüßen,Pech-oder Harzkuchen Stative,
welche auf Glassäulen oder Siegellackstangen stehen, Ses-sel von gedörrtem und in heißem Oel getränktem Holz u.dgl. Im Nothfall kan das erste beste, was zur Handist, z. B. eine Trinkglas, ein Porcellantafse u. dgl. zumIsoliren der darauf gestellten Körper dienen. Die Haupt-leiter her Elektrisirmaschinen werden gewöhnlich auf Glas-füße gestellt, oder in seidnen Schnüren ausgehangen. UmMenschen zu isoliren, ließ UTsller auch Schuhe von ge-dörrtem und in Oel gesottenem Holze anziehen, welche dazusehr gute Dienste thaten. Alle diese zum Isoliren be-stimmten Geräthschaften müssen sehr trocken gehalten wer-den, weil alle anhangende Feuchtigkeit leitet, und daherihrer Absicht entgegen ist. Man thut also wohl, wennman die gläsernen Theile des Apparats mit einer Siegel-lackauflösung in Weingeist bestreicht, wodurch sie sich nichtnur rein und trocken erhalten, sondern zugleich ein gutesAnsehen bekommen.
Gewisse Absichten bcy den elektrischen Versuchen erfor-dern, daß man nicht isolire, oder daß die Isolirung , wennsie schon veranstaltet ist, wieder ausgehoben werde. Eine