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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
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Hyp 675

henden Hebel vergeht, nach dem Gesetze des Gleichgewichtsdreyer Kräfte, s. Gleichgewicht. Wenn die Kräfte miteinander parallel wirken, so trägt die Unterlage beym He-bel der ersten Art die Summe beyder Kräfte; beym Hebelder zweyten Art trägt oder hält der Zapfen nur soviel, alsder Unterschied beyder Kräfte ausmachk: ziehen aber dieKräfte schief, wie Taft XI. Fig. zg., so wird der Ruhe-punkt L nach der Richtung L l (der Mittlern Richtung derKräfte) mit einer Kraft gedrückt, die sich zu den äußernKräften Ound L, wie le zu Ic! und cie verhält, ft Hebel.

Man muß bey den Hebeln, und bey allen Maschinenüberhaupt, dafür sorgen, daß Unterlagen und Zapfen anden Bewegungspunkten eine Festigkeit haben, welche denso berechneten Druck auszuhalten vermögend ist.

Hypothese, angenommener Sarz, Voraus,serzung, l^potbclir, Lupjioltti'o,

Die wahren Ursachen der natürlichen Wirkungen und Er-scheinungen sind oft sehr verborgen, und laßen sich nichtmit entschiedener Gewißheit angeben. In solchen Fällennimmt man bey Erklärung der Phänomene seineZustucht zuselbst erdachten Vorstellungsarten; man nimmt an, diezu erklärende Naturbegebenheit geschehe aus dieser oder jenerUrsache, auf diese oder jene Weise. Solche blos ange-nommene Ursachen und Vorstellungßarten führen den Na-men der Hypothesen. So ist z. B. die wahre Ursacheder elektrischen Erscheinungen verborgen, und wenn sichFranklin zu Erklärung derselben eine feine Materie denkt,und die Erscheinungen aus dem Ueberstuße oder Mangelderselben herleitet, so ist diese blos von ihm erdachte Vor-stellung, deren Richtigkeit sich nicht gewiß erweisen käst,eine physikalische Hypothese. Die Artikel dieses Wörter-buchs enthalten so zahlreiche Beyspiele hievon, daß es ganzmnöthig ist, hier mehrere davon anzuführen.

Wenn es gleich den Hypothesen an apodiktischer Ge-wissheik fehlt, so können sie doch oft zu einem sehr hohenGrade von VVahrschc-inlichkeit erhoben werden. Hiezuwird ersordert, daß sie an sich nichts widersprechendes, g«.