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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
Seite
552
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die )lnziehung desWassers^unter sich selbst vermindert wird.Setzt man die Kraft, mft welcher das Wasser vom Glase,so weit dessen Wirkung reicht, angezogen wird - Z, unddie, womit es vom Wasser selbst in gleicher Weits angezo-gen wird - 'v; so ist die ganze Anziehung aus der erstenUrsache - Z xv, aus der zweyten ebenfalls - Zaus der dritten - Z (Z xv) - >v. Die ganze An-ziehung also - 2A rxv ch- xv - 2Z xv. Daher müstrdas Wasser noch steigen, wenn nur die Anziehung des Gla-ses über halb so groß, als die des Wassers unter sich selbst,wäre. Man kan dies leicht auf das Quecksilber anwenden,wo bey Einsenkung einer Glasröhre die Anziehung ober-wärtS schwächer wird, und der unterwärts nach dem übri-gen Quecksilber gerichteten nicht mehr das Gleichgewichthält, daher das Gewicht der Säule vermehrt wird, unddie übrigen sie nicht mehr so hoch erhalten können, als sieselbst sind, u. s. w.

Eben so steigt auch Wasser zwischen ein Paar ebnenGlasplatten, die man nahe genug an einander bringt, inprismatischen engen Röhren und in engen Oesnuugen undZwischenräumen anderer Körper in die Höhe. So saugenSchwämme, Salz, Zucker, Erde, Holz, Leinwand,Löschpapier, Dachte, Stricke u. dgl. allerlei) flüßige Ma-terien, nicht aber Quecksilber, in sich; so steigt der Saft indie Gefäße der Bäume und Pflanzen , s. Adhäsion.

Obgleich D. Hook (b4icro«r3pbi2 Obs VII.) mitvielem Scharfsinne zu behaupten gesucht hat, daß dieWir-kung der Haarröhren vom Drucke der Luft herrühre, sosind doch die Versuche dieser Meinung schlechterdings ent-gegen. Und da sich diese Erscheinungen auch weder aus demDrucke des Aethecs, noch aus einem bloßen Zusammen-hangs erklären lassen, so machen sie einen Hauptbeweisfür das Daseyn einer anziehenden Kraft in der Materieaus.

d). 8. Oilk. de gkccnkb guiclorum in tubii cspillari-

buz Lomincnt. l et II. bipk. 177;. 4.

Errlekssn Aufangsgr, der Naturlehre, Gött. >787. 8- §> 184.

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