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gewisse Tiefe, je nachdem die Kälte heftiger und anhalten-der ist.
Fröste bey heiterin Himmel heißen Helle Fröste ("/>«/./er s. Bey starken Frösten scheint die Sonne etwasbläßer, und die Luft ist nicht so heiter, als an gewissenWintertagen, deren Kalte mäßiger ist. Theils dünstetbey starker Kalte das Eis beträchtlich aus, s. Eis, theilswerden die Dünste auch in einer mäßigen Höhe schon genugverdichtet, um die Durchsichtigkeit der Luft zu hindern.Eben darum sind die Hellen Fröste in der Nachbarschaft vonSeen und großen Flüßen selten, weil die Kälte daselbst ins-gemein mit Nebeln begleitet ist.
Starke Winde hindern die Entstehung des Eises,theils weil sie das Wasser in Bewegung setzen, theils auch,weil sie allezeit die Kälte ein wenig vermindern. Obgleichder Nordwind gewöhnlich Fröste bringt, so sind sie doch,wenn er heftig ist, bey weitem nicht die stärksten. Einschwacher trockner Wind ist dem Gefrieren am vortheilhaf-testen.
Nie ist ein starker Frost für Pflanzen und Bäume ver-derblicher, als wenn er plötzlich auf Thauwetter, oder lan-gen Regen folgt. Unter diesen Umständen haben dieThei-le der Pflanzen viel Wasser eingesogen, das nun in ihrenkleinen Röhrchen gefriert, die Fibern und den ganzen orga-nischen Bau, selbst des härtesten Holzes, zerreißt, und oftdie stärksten Bäume mit einem heftigen Knalle zersprengt.So erfroren im strengen Winter des Jahres 1709 fast alleDel- und Fruchtbäume in Languedoc und der Provence.Die stärksten und ältesten Bäume erstarken am häufigsten,weil ihre schon zu unbiegsamen Fibern der Ausdehnung desWassers beym Gefrieren am wenigsten nachgeben konnten.Dies ist also eine Folge der Ausdehnung beym Gefrieren,wie die Zersprengung der Gefäße, s. Eis.
Auch die Früchte erfrieren in starken Wintern. Ge-wöhnlich verlieren sie dabey ihren Geschmack, und faulen,sobald sie wieder aufthauen. Indem die wäßrigten Theile,die sie in so großer Menge enthalten, zu Eis werden, und