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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
Seite
328
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Fall in der gegen den Zuschauer gekehrten Helste der BahnO l) ^ rückläufig, ob gleich die wahre Bewegung eben so-wohl als bey tV 1! der Ordnung der Zeichen folgt.

Weil wir in den Nordländern Sonne, Mond und allePlaneten und Nebenplaneten, so wie die himmlischen Zeichenselbst, stets gegen Mittag sehen, so haben wir bey Betrach-tung derselben den Abend zur Rechten, den Morgen zursinken. Also geht uns die Folge der Zeichen auch vonAbend gegen Morgen. Auch den Bewohnern derSüdländer geht sie auf diese Art; sie sehen nemlich die Ek-liptik, Sonne rc. gegen Norden, und haben dabey denAbend zur Linken rc.

Diejenigen Himmelskörper also, deren Bahnen unsumschließen, scheinen uns, wenn sie nach der Ordnung derZeichen gehen, stets von Abend gegen Morgen fortzurü-cken (wofern wir selbst unfern Ort nicht ändern). Für die-se ist also bey uns jeder dieser Ausdrücke: nach der Zeichen-folge, von der Rechten zur Linken, von Abend gegen Mor-gen, gleichgeltend, wie beym Mond, Mars, Jupiter,Saturn, Uranus.

Die aber, deren Bahnen wir von aussen her betrach-ten, scheinen uns, wenn sie der Ordnung der Zeichen fol-gen, nur in der entfernter» Helste ihrer Bahn von Abendgegen Morgen, in der uns zugekehrten Helste aber vonMorgen gegen Abend zu gehen. Hier sind also jene Aus-drücke nicht mehr gleichgeltend. Dies ist der Fall beymMerkur, der Venus, beym Umlaufe der Jupiters-undSakurnömonden um ihre Hauptplaneten, und bey den Be-wegungen der Sonnen - und Planetenslecken.

Die Sonnensiecken z. B. gehen stets von Morgengegen Abend durch die Sonnenscheibr. Man schließtaber dennoch daraus sehr richtig, daß sich die Sonne nachder Folge der Zeichen um ihre Axe drehe, eben darum,weil wir diese Flecken nie anders, als in der uns zugekehr-ten Helste ihres Umdrehungskreises sehen, in welcher sicheine rechtläufige Bewegung jederzeit rückläufig darste'ck.

Alle Planeten laufen um die Sonne, auch alle Neben-planeten um ihre Hauptplaneten, nach der Jolge der