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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
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ZI6 Flü

auch blos die großem schifbaren Flüße, ohne Rücksicht aufjhre Geschwindigkeit, verstanden werden. In der französi-schen Sprache sind F 7 EL/ (liumina) die schifbaren oderauch unmittelbar ins Meer laufenden; /örH'n (sinne«),die keine Schiffe tragen oder sich in andere Flüße ergießen.

Das fließende Wasser hat seinen ersten Ursprung ausden Quellen, s. Duellen. Die meisten und grösten Flüßekommen daher aus den Gebirgen herab, wo e6 mehr regnet,wo mehr Schnee schmelzt und die Wolken starker angezogenund verdichtet werden. Dennoch entspringen auch einigeFlüße aus Seen, wie der Don, der Amazonenfluß, derNussisippl, Gr. Lorenzfluß u. a. m.

Der Weg, den sie nehmen, richtet sich nach dem Ab-hänge der Erdfläche, so daß ihre Oberfläche, wenn sieruhig wäre, eine schiefe Ebne seyn würde. Da die nie-drigem Stellen der Erdfläche nicht in geraden Linien fort-gehen, so machen die Flüße viele Krümmungen, gemei-niglich desto mehr, je näher sie dem Meere kommen. Diemeisten gehen nach Osten oder Westen, nur wenige nachNorden oder Süden. Sie werden beym Fortgange immerbreiter, und ergießen sich insgemein durch mehrere Mün-dungen ins Meer.

Es giebt Flüße, die sich unter der Erde verlieren undhernach wieder ausbrechen» Davon findet man viel Fabelnbey den Alten (z. B. Xleram. XV. v. 27z. lgg.).plmms ( kl. bl. ll. 10z. V. y.) erzählt, der Alpheus inArkadien gehe unter dem Meere fort, bis zur Quelle Are-tdusa in Sicilien; was man in den Fluß werfe, kommein der Quelle wieder hervor, wovon Grrabo (6eo§r. l^.VI. ) schon das Ungereimte bemerkt. Vsn der Rhone istbekannt, daß sie sich zwischen Genf und Lion auf 4 Meileweit verliert; genauere Untersuchungen haben gelehrt, daßsie von herabgefallenem Schutt der Gebirge verborgen wird.Eben diese Bewandniß mag es wohl mit der Guadiana inSpanien, und mit einigm Küßen in der Normandie und Loth-ringen haben. Andere, z. B. ein Arm des Rheins inHolland, und viele in Afrika, verlieren sich im Sande. Ei-nige klein« Bache fallen wirklich in Spalten oder Höl.n,