Eud
roe-
Bergen liegen. Desdac von Dolomieu (Reise nachden Liparischen Inseln a. d. frz., Leipzig, 178z. 8.) fand zuMalta im Winter die Luftgüte 0, 80 bis O, 82, bey wär-merer Luft 0, 88o, 90; beym Sirocco 1,02 bis r, 05.Sehr zuverlüßige Beobachtungen über die Luft in Göttin-gm hat Herr Prof, prckel im Jänner und Februar 1782angestellt (s. Göttingisches Magazin der Wissensch. undLimratur, il. Jahrg. 6 St. S.426.) und in Tabellen ge-bracht. Die Grade der Güte fallen zwischen o, yi und
0. 98, und die Luft war dabey desto reiner, je kalter sieward. In Leipzig hat mein verstorbener Freund D. Eud-wig die Luft in den Sommermonaten deö Jahres 178^. beydem damaligen troknen Nebel oder Höherauch geprüft (s.Leipziger Magazin zur Naturkunde, Mathematik, u. s. w.von Leske und Hindenburg, r?8z. II- St. S. 2,1.), undsich dabey des oben beschriebnen Magellanischen Eudiome-ters bedient. Er fand sie besonders in der letzten Helftedes Julius ungemein stark phlogistisirt, und vermuthet,daß die Ursache davon in den vorhergegangenen heftigenErdbeben liegen könne. Ueberhaupt lehren alle angestelltePrüfungen, daß die über heiße und dürre Landstriche kom-menden Winde, wie bey uns die Südwinde, die Luft ver-schlimmern, da hingegen dieselbe durch Nordwinde, welcheüber einen großen Theil der fast immer in Bewegung ste-henden See streichen, merklich verbessert wird.
Abhandlung über die Eigenschaften der Luft, und der übrigenbeständig elastischen Materien, von Liberius Lavallo, aus demenglischen. Leipzig, 178g. 8. ,
Geschichte der Luftgüteprüfungslehre, kritisch bearbeitet von
1. A. Scherer, Wien .1785. 8.
Experiment, s. Versuch.
experimentslir,
/Vu/ssgue e.r/ie-'/me-rta/e. Man pflegt diesen Namen dem-jenigen Theile der Naturlehre beyzulegen, in welchem dieEigenschaften und Wirkungen der Körper aus Erfahrun-gen, hauptsächlich aus angestellten Verbuchen, hergeleitetwerden. Da aber alles, was wir von den Körpern wissen,auf Erfahrungen beruht, so sieht man wohl, daß eigentlich