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der Zeit, in welcher sie beym Grnndtone deren vier machen.Dies drückt man kürzer so aus: die Octave, Quinte undgroße Terz stehen zum Grundtone in den Verhältnissen2:1, z : 2, ;:g. Noch angenehmer ist die Consonanzdes Grundtons mit der über die Octave hinaus liegendenQuinte, welche durch das Verhältnis; z: i ausgedrücktwird.
Weniger angenehm ist cs dem Qhre, den Grundtonzugleich mit seiner (Quarre und großen Gexre zu hören,deren Verhältnisse 4: z und 5: z sind. Die übrigen In-tervalle, deren Verhältnisse durch andere Zahlen auSge-drückt werden, sind an sich dem Ohre noch unangenehmer,und heißen daher Dissonanzen. Die Geschicklichkeit desTonkünstlers zeigt sich vornehmlich darinn, daß er Disso-nanzen und Consonanzen auf eine zweckmäßige Art abwech-seln last, und durch das unbefriedigende der Dissonanzendas Ohr vorbereitet, die darauf folgenden Consonanzen zuerwarten und desto lebhafter zu empfinden, und daß erdurch befriedigte oder unbefriedigte Erwartungen dieser Artin seinen Zuhörern mancherlcy Empfindungen hervorzu-bringen weiß. Die unwiderstehliche Gewalt der Musiküber das menschliche Herz hangt großentheils von den man-nigfaltigen Eindrücken des Consonirens und DissonircnSder auf einander folgenden oder zugleich angegebnenTöne ab.
Die Ursache, warum denk Gehör die Consonanzenangenehm sind, gehört wohl eher für die Seelenlehre, alsfür die Naturlehrc der Körper. Die meisten nehmen hier-über den Grundsah an, daß in den schönen Künsten über-haupt die einfachern Verhältnisse angenehmere Eindrückemachen, als die zusammcngesehtcrn und schwerer zu über-sehenden. Dies erklärt, warum die Octave, Quinte undgroße Terz, deren Verhältnisse 2: r, 1^:1, sind,dem Ohre angenehmer klingen, als die Quarte und großeSexte, welche durch die Verhältnisse iHu 1, i ausge-drückt werden. Es ist nemlich die Eintheilung der Einheitnach Helsten und Vierteln besser zu übersehen, als die nachDritteln.