Druckschrift 
1 (1787) Von A bis Epo
Entstehung
Seite
481
Einzelbild herunterladen
 

Cen 4)i r

sehe der Centralbewegung bekannt wurden, s. ReplerischeRegeln.

Ich würde mich bey dieser Theorie der Centralbe-wegungen nicht so weit in die mathematische Rechnung ein-gelassen haben, wenn nicht gerade die Sähe, welche durchdiese Rechnung am kürzesten erwiesen werden können, denGrund des Newtonischen für die Physik so wichtigen Sy-stems der Gravitation oder der Attraction in der Ferneausmachten. Es ist dieses vortresiiche System von so vie-len der Mathematik unkundigen Gegnern bestritten worden,daß es mir schon aus diesem Grunde rachsam dünkt, beyjeder Veranlassung zu zeigen, wie zur gehörigen Einsichtin desselben Gründe etwas mehr, als Elementargeomekne,nöthig sey. Die Newtonischen Sähe beruhen auf folgen-dem Schlüsse: Alle Planeten und Kometen laufen um dieSonne, und alle Monden um ihre Haupkplaneken, nachden Gesehen derjenigen Centralbewegung, bey welcher sichdie Ccntripctalkrast verkehrt, wie das Quadrat der Ent-fernung verhalten muß. Einige dieser Gesetze finden auchnur für diese einzige Centtalbewegung, und weiter fürkeine andere statt. Daher sind die Bewegungen derHimmelskörper in der That Centralbewegungen dieserArt, und die beschleunigende Kraft nach dem Mittel-punkte verhält sich verkehrt, wie das Quadrat der Entfer-nung. Man nenne diese Kraft Gravitation, oderSchwere, ohne sich weiter um ihr Wesen oder ihre Ur-sachen zu bekümmern, so folgt, daß alle Planeten ge-gen die Sonne und alle Monden gegen ihre Hauptplanetenschwer sind, und desto schwerer, je kleiner das Quadratihrer Entfernung von der Sonne oder den Hauptkörpernist. Wie thöricht ist eS, den Schlußsatz zu bestreiken,ohne die Vordersätze, die ganz auf Rechnung und Beob-achtungen beruhen, gehörig eingesehen zu haben? Den-noch treten von Zeit zu Zeit Leute auf, um neue Theorienan die Stelle der Newtonischen zu sehen, vor deren Festig-keit sie doch zurückbeben müsten, wenn sie nur einen ein-zigen Hellen Blick in die Gründe derselben zu rhun ver-möchte.