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Verschiedene Morgenländer, z. B. die Babylonier,(klin. il. 77.) stengen ehedem den Tag vom Aufgange derSonne an, die Achenienser und Juden hingegen vom Un-tergänge-, so wie es die Jtaliäner noch jcht thun. Dieseiraliänifthen Stuiwcn werden bis zum folgenden Untergan-gs der Sonne von r bis 24 fortgezahlt, so daß Mittag undSonnenaufgang täglich auf andere Stunden fallen. Da-her hat man im römischen Kalender eigne Tabellen für dieStunden der Sessionen, des Mittagessens u. dergl. durchsganze Jahr nörhrg. Am 18 Jul. z. B., wenn nach unsererZeitrechnung die Sonne um 8 Uhr untergeht, fallt ihrAufgang in die achte, und der Mittag in die sichszchnteitaliänifthe Stunde; an den Tagen der Nachkgleichen hin-gegen ist der Aufgang um zwölf, der Mittag um rg Uhr.Eine Vergleichung der italianrschen Stunden für die Pol-höhen von 40 --44 Grad findet man bey Labst (Vovs-Ze öc cle l'Itslie. I'o. IV). Im Florentini-
fchen sind seit 1752 europäische Stunden eingeführt.
Der natürliche Tag ist die Zeit des Aufenthalts derSonne über dem Horizonte, oder der Zeitraum zwischendem Aufgange und dem nächstfolgenden Untergänge derSonne. Die Länge dieses Tages ist sehr verschieden, undrichtet sich nach dem Stande der Sonne und nach der ges-graphischen Breite oder Polhöhe des Beobachtungsorts.Es ist nemlich
halbe Taglange in Gzeit ^(9v° ->-Asc. diff. d. G) inGzeits. Ascenslonaldifferenz. Und da wir die bürgerlichenStunden vom Mittage aufs neue zu zählen anfangen, sogiebt die halbe Taglänge zugleich die Stunde des Unter-gangs der Sonne.
Unter dem Aequator der Erde, wo Polhöhe und Asien-sionaldiffeienz — 0 sind, ist die halbe Taglange jederzeit
6 Stunden. Es find also daselbst alle Tage ra Stun-den lang.
Zwischen dem Aequator Und den Polen ist die Tag-länge veränderlich. Zweymal im Jahre (um den so Marzund 25 September), wenn die Svnne im Aequator sieht,und ihre Abweichung, mithin auch ihre Asiensionaldiffe-