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4 (1791) Von See bis Z : mit sechs Kupfertafeln
Entstehung
Seite
35
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Wenn man an einer richtigen Uhr beobachtet, wie lan-ge die Sonne untergegangen seyn muß, ehe man einenStern zuerst sehen kan, so last sich aus dieser Zeit und demStande der Sonne die Tiese der letztem unter dem Hori-zonte für diesen Augenblick stnden, welche Tiefe der Se»hungsbogen des Sterns ist. Aber wegen der verschiede-nen Güte der Augen und der veränderlichen Beschaffenheitder Luft können die Resultate solcher Beobachtungen nichtimmer gleich ausfallen, zumal bey den Planeten, wo esnoch überdies aus ihre Entfernung von der Erde, und soviel die untern betrift, auf die Größe ihres erleuchtetenTheils ankömmt. So setzt pcolemäus den Sehungsbo-gen für Jupiter und Merkur lc>Grad, Hevel, der sehrscharfe Augen hatte, nur z Grad. Repier (Lpitomesüroii. Lopem. lab. HI. ^.Z7O) giebt folgende Größen desSehungsbogen an:

für VenuS z°

Jupiter io"

Merkur io"

Saturn n°

Mars zc/

Kipstterne ister Gröffe 12°

— 2ter — iz°

— zter — 14°

— 4ter —

— zter — ,6°

— 6ter — 17°die kleinsten Sterns 18°

Der Sehungsbogen der kleinsten Sterne bestimmt dieGrenze der Dämmerung, s. Dämmerung. Wenn dieSonne auf dieser Grenze steht, ist es völlig dunkel, unddie Zeit zwischen diesem Augenblicke und dem Aus- oder Umtergangs der Sonne ist also die Dauer der Dämmerung.Wie man hieraus die Höhe der Atmosphäre zu bestimmen ge-sucht habe, s. bey dem Worte Luftkreis. Der Se-hungsbogen der Sterne dient auch, die Zeit ihres Ver-schwindens und HervortretenS aus den Sonnenstralen (oeca-kum et ortum keliacum) zu finden, s. Aufgang.