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4 (1791) Von See bis Z : mit sechs Kupfertafeln
Entstehung
Seite
16
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r6 Seh

ward jeder neue Begrif eine neue Ergötzung für ihn, seinVergnügen stieg so hoch, daß er es nicht auszudrücken ver.mochte, und er konnte den Wundarzt, der ihm das Gesichtverschaft hatte, nie ohne Freudenthränen und andere Merk,male eines dankbaren Wohlwollens sehen. Ein Fahr nachseinem ersten Sehen brachte man ihn in dis Dünen vonEp-som, wo er eine weite Aussicht hatte. Diese ergötzte ihnsehr, und er nannte dies eine ganz neue Art von Sehen, u.s.w.

Cheselden meldet, er habe noch mehrern Personen, diezuvor nie gesehen hatten, zum Gesicht verholfen, und allehatten die Art, wie sie sehen lernten, eben so beschrieben(s. Smirh's Lehrbegrif. S. 41). Ein neueres Beispiel,von dem Oculisten Gram in England beschrieben, das hie-mit ebenfalls übereinstiinmt, findet man in dem von HerrnVoigt fortgesetzten lichkenbergischen Magazin für dasNeuste aus der Physik und Naturgeschichte (IV. B.i.St»S. 2l. u. f.)

Berkeley (LlHy nn villon, p. 172.) entwickelt sehrdeutlich, wie es mir dieser Erlernung des Sehens zugehenmöge. Eins von den ersten, was ein Kind unterscheidenlernt, ist die Bewegung seiner eignen Hände und Finger.Diese ist mit einer Bewegung des Bilds im Auge und ei-ner übereinstimmenden Empfindung davon begleitet. Nachdem bekannten Gesetze der Gleichzeitigkeit vergesellschaftensich die Begriffe, die Gefühl und Gesicht von dieser Bewe-gung geben, gar bald Mit einander. Das Kind erinnertsich der Gesichtsempfindung, die es hatte, wenn sein Fin-ger in einer gewissen bestimmten Stelle war, und schließt,wenn ein anderer Körper diese Empfindung auf eben derStelle der Netzhaut erregt, der Körper befinde sich eben da,wo es vorhin seinen Finger hielt. So lernt es Stellen derKörper, nach und nach auch Bewegungen derselben und de-ren Richtungen kennen , und erhält endlich Begriffe vonAusdehnung, Lage und Gestalt, indem es die Finger anden Grenzen der Körper herumführt, und die Wendungender Bewegung beobachtet, oder indem es selbst in eineinZimmer herumgeht, kurz indem es Begriffe des Gesichtsund Gefühls mit einander vergesellschaftet und verbindet.