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wenn Ihr mir einen Beweis von der großen Liebe ge,den wollt, welche Ihr mir bis dahin bewiesen habt,so bitte ich Euch, nehmt mir mit diesem Dolche dasLeben, denn ich kann den Abscheu nicht ertragen, denich vor mir selbst habe. Wisset, daß Madame N...,mich der wilden Leidenschaft des Grafen durch dieschrecklichste Vcrrätherci aufopfern wollte. Einem Fen-ster verdanke ich meine Ehre, und einem Baume meinLeben, aber man hat mich gesehen, und es kann nichtmehr verborgen bleiben, daß Eure Gattinn der Gegen-stand lüsterner Augen war, und in Gefahr stand, dasOpfer gewaltthätigcr Hände zu werden. Ich sterbevor Schrecken, schon bei dem Gedanken an diese ab-scheuliche Absicht; Schaam, Zorn, Ehre und die Liebe,die ich zu Euch hege, setzen meinen Verstand auf dieFolter, ich zerspringe vor Schmerzgefühl. Der Him-mel flieht vor mir, der mich sah; die Erde flicht,welche mich trägt; die schreckenvollen Abgründe flichuvor mir, die sich an mir ärgern. Fliehet auch Ihr,unglücklicher Gemahl; aber ehe Ihr fliehet, bitte ichEuch, um Eurer Ehre und meiner Liebe wegen —was sage ich? Liebe? nimmermehr! — doch sey esLiebe, sey es Strafe, befreiet meine Seele von diesemunglücklichen Körper. In diesem Augenblicke fiel sieohnmächtig zu meinen Füßen, mit diesem Dolche inder Hand. Denkt Euch nun, mein gnädigster Fürst,denkt Euch meinen grausamen Schmerz. Hier wurdeder Paladin ein wenig bewegt, und Thränen drängten