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rätherei, kleine Verbrechen für denjenigen, der einso verdorbenes Herz hat. Wie er seine Schliche ver-bergen konnte, das weiß ich nicht, das nur weiß ich,daß er meine Gemahlinn verleitete, ihm Briefe mitzn-theilen, welche von Ew. Majestät an mich gekommenwaren, (so sollte selbst Euer heiliger und erhabenerName zur niedrigsten Standthat dienen). Unter die-sem Vorwände sah sie sich in ein geheimes Kabinet ge-führt, wo man sie allein ließ, und ohne zu wissenwie, sah sie sich eingeschlosscn. Sie blickte nach allenSeiten, und sah hier den boshaften Grafen versteckt.Sie erschrickt, Entsetzen ergreift sie, sie wird traurig,versucht wider ihre Kräfte und stürzt sich durch einFenster, welches in die Gärten geht; und nur in denAesten eines Baumes, welche sie ritzten und verwun-deten, konnte sie ihr Leben retten, welches sie der Ehreschon aufgeopfert hatte. ^
In diesem Zustande begab sie sich nach Hause.Sie trat in mein Zimmer, ich sah ihr verändertes Ge-sicht, ihre weinenden Augen, ihre zerrissenen Wangen,und mehr als alles dieses, ihre betrübte Seele. Ichsehe sie an, wundere mich, und frage; aber ihre Lip-pen zittern, Thränen brechen hervor, und die Wortestocken ihr in der Brust. Da frug ich abermals; undals ich ihr einen Beweis von meiner zärtlichen Freund-schaft und Theilnahme geben wollte, sprach sie zu mirmit zärtlicher Wuth: Weicht von mir, lieber unglück-licher Gemahl, ich bin Eurer Liebe nicht würdig; und