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3 (1825)
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reine Seele hat, so muß die meine rein und tilgend,Haft sepn, wie die seinige. Oder entfernte meinSchwert die Verbrechen, wodurch ich in ihren Augenso häßlich wurde? Kar» nicht ein neues dagegen hin-zu, wodurch ich in allen Jahrhunderten verflucht wer-den muß. WäreEfig enia ein nach Menschenblut dür-stender Tieger, so hätte ich ihr hierdurch Wohlgefallenkönnen; aber da sie eine reine, menschenliebende Seelehat, wie habe ich da so thöricht gehandelt? O un-glückliche Verblendung der Leidenschaften! O Mi«scno, hätte ich dir doch gehört! Als er so gespro-chen, trieb ihn die Wuth durch die Gebüsche und Berge,und er wußte nicht wohin.

Während der Zeit war der Bischof schon an dieUnglücksstelle angekommen, wo das empörte Volk sichanschickte, Miseno zu steinigen. Ohne förmlichenGerichtshof warf sich das Volk selbst zum Richter, zumZeugen und Vollzieher des Urtheils auf. Misenowurde nicht angehört, weil er nicht gefragt worden war.Nieder mit dem Bösewicht! Tod dem Mörder! war dieStimme Aller; dieß das Verlangen, dieß das lauteGeschrei, womit sie einander sich aufrichteten. Verge-bens hatte es Efigenia versucht, den Miseno zuentschuldigen; da man sie nicht kannte, so hatte ihreRede kein Gewicht und Ansehn. Da kam der Bischof,und seine Gegenwart, und sein Änsehn als Gesandterder Königin» von Jerusalem, der Glanz seiner Würde,und das Gefolge und die mit seinem Charakter ver-