Druckschrift 
3 (1825)
Seite
198
Einzelbild herunterladen
 

kündigte ihnen im Namen des Ewigen, Allmächtigender höchste Seraphin an, daß ihre Gebete seyen er«hört worden, und daß in kurzer Zeit ihre Wünschewürden erfüllt werden. Durch alle Himmelsgewölbeerschollen Lobgesänge und Dankgebete, und ein unauf-hörlich wiederholtes Halleluja.

Indessen erwachte auch Andreas, König vonUngarn, aus dem Schlafe seiner Bequemlichkeit undWollust, welche er dem Ruhme der Religion vorgezo,gen hatte. Seine Gewissensbisse trieben ihn an, trotzder Ergetzlichkeiten und Schwelgereien, seine Pflicht,welche er bisher der Tapferkeit des Grafen von Mäh-ren übertragen hatre, selbst zu erfüllen. Er befrugsich deßhalb bei seinem Günstlinge Brau co manu,Lessen Gestalt die höllische Furie trügerisch angenom-men hatte, wegen der fälschlichen Gesandtschaft desGrafen. Jener aber verstummte, weil er in einem sobedenklichen Punkte nicht rathen wollte. Endlich be-schloß der König abzureisen, und ließ die Regierungin seinen Händen.

Miseno setzte indessen seinen Weg nach dem hei-ligen Lande fort; nicht nur um dem Grafen zu be-gleiten, der jetzt mehr wie sonst entschlossen war, mitseiner Tapferkeit und seinem Blute das Andenken ehe-maliger Verbrechen zu versöhnen, sondern auch umEfigenia an den Ort ihrer Bestimmung zu führen,und über ihre Tugend und ihre Ehre zu wachen.Neukasis suchte sich allmählig in das Herz der Efi,