Druckschrift 
3 (1825)
Seite
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treten wollte, und von allen Seiten sähe und hörteman nichts als Tumult und Geschrei gegen Miseno,als den Hauptanstifter dieses Unglücks. Alle Anhän-ger der Efigenia und Bewunderer ihrer Schönheitbissen sich auf die Lippen vor Wuth gegen das unge-rechte Werkzeug ihres Unglücks, und endlich erschienenzwischen den Wachen gefangen und gebunden Efige-nia und Miseno.

In dieser Zeit war der Graf bei dem Sultan;aber als er die beiden Gefangenen sah, verändertesich seine Farbe, und ihm zitterten die Glieder vorEntsetzen über sein eigenes Verbrechen.

Der Sultan schrieb dieses der Zärtlichkeit zu, mitwelcher der Graf M iseno liebte, und hieß ihn, sichwegbegeben, damit die Strafe des Freundes ihm nichtso vielen Schmerz verursachen möchte; dieß geschah,aber doch nicht so schleunig, daß Miseno und Efi-genia nicht bemerkt hätten, wie der Sultan ihnzärtlich umarmte, als er ihn verließ.

Es bewegt sich der Gipfel des Olimps nicht,wenn an dem Fuße des Berges die Stürme sich auf-regen, und der zarte Weinstock bewegt sich nicht, wenner an die starke Ulme gelehnt, sich mit ihr verschlingt;so waren auch Miseno und Efigenia trotz derVerrätherei des Grafen. Sie giengen mit fröhlichemGesichte zur Gerichtsstätte, mit ruhigem Schritte, mitganz heiterer Miene, so daß sich der Sultan und alleUmstehenden verwunderten. Miseno kam so ruhig