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3 (1825)
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jemals das des Bohemund rechtfertigen? Undwann wurde je ein Mensch dadurch unschuldig, daßsein Feind ein Verbrecher war? Dreß, meine Freunde,ist zwar der gewöhnlichste Jrrthum unter den Men-schen, daß sich ein Jeder mit den Fehlern seines Geg-ners rechtfertigen will, als ob seine eigenen nicht hin-reichend wären, um ihn strafbar zu machen. Leon istehrgeizig, aber Bohemund war es vor ihm; Leonwar falsch und ein Verräther, aber Bohemund gabihm das Beispiel dazu; Leon war darin gerecht, Laßer seinem Vetter Rupin II. die Staaten von Arme-nien raubte, welche ihm zugehörten, und Bohemundwar cs auch, indem er demselben Fürsten die Staatenvon Tripvli nahm, welche er ungerechter Weise vonder Krone trennte, um sie Ray munden zugeben.

So weit scheint die Waage nicht im Gleichgewichtzu stehen, sondern sie neigt sich zu Bohemund, undfügt noch hinzu, daß Bohemund der zuerst angrei-fcnde Theil war; daß er meineidig war gegen denHimmel und die Erde; daß Bohemund das heiligsteGesetz unter den Fürsten verletzte, welches das könig-liche Wort ist; Leon aber that dieses nicht. Sehetnun, Freunde, auf welcher Seite die Last liegt; sehetdie Wirkung der Leidenschaften, die Blindheit desmenschlichen Verstandes; und wie schwer es ist, dieWahrheit zu erkennen, wo Eigennutz das Herz in An-spruch nimmt.

(LHI. III.)

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