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nicht, um alle Begebenheiten zu der festen Vorstellungzu deuten, daß Miseno das Werkzeug einer schreckli-chen Verschwörung sey. Die Kaiserin» selbst befürchteteVieles; ihre Vertrauten zogen sich zurück. Des Kai-sers Gesicht war entstellt, düster, blaß, traurig, wü-Ihend, unbeständig, trotzig und ungestüm; wo er nurbergieiig war Schrecken und Furcht; er gieng.heraus,kam herein, stieg auf und ab, schloß auf und zu, unddicß Alles mit Ungestüm und Wuth; zuweilen läuft erwie närrisch durch das Feld, zuweilen verschließt ersich in sein Kabinett; und zuweilen hörte man vonAußen so deutliches Stöhnen, und so laute Seufzer,daß sie einem Gcbrülle ähnlich waren; so rasend gaber keinen Rath, nahm keinen, hörte Niemanden an;da ergriff er plötzlich einen Dolch, und stürzte wüthendhinaus, um zu sehen, ob er dem Miseno, dem Ur-heber seiner Qualen, das Leben nehmen könne. Stür-mend öffnet er die Thür, und begegnet der Kaiserinn,welche ihn in diesem Entschlüsse erblickend, weder ihnunterdrücken, noch seiner blinden Wuth überlassen will;nur sagte sie sehr weise: Wenn Miseno des Verbre-chens schuldig ist, so kann nur der Tod seine würdigeStrafe seyn; aber dieß ist nicht Alles; vorher müssenwir auch wissen, welches die Mitschuldigen so abscheu-licher Verbrechen sind. Da er in uns kein Mißtrauensetzt, so werden wir ihn leicht in unfern Fragen fan-gen können. Diese Untersuchung und Bestrafung mußnicht verschoben, auch keinem Andern übertragen wer«