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Sehet Ihr nicht, mein Sohn, wie man den eiteknRuf verachten,. und doch zur selbigen Zeit ein edlesHerz haben, heldenmüthige Thaten verrichten, undeinen großen Eifer zu wichtigen Unternehmungen ha«den kann? Sehet hier, wie die Eigenliebe mich bewegt,nach Achtung, Größe und Ehre zu streben, und michlehrt, sie auf dem zuverläßkgsten und sichersten Wege zuerlangen, und mich nicht um Len Ruhm zu bcküm»mern, der oft ohne Verdienst erworben wird, undohne Schuld verlohren geht.

Der Graf konnte dem Beweise, wie durch ve»nünftige Selbstliebe die beiden starken Leidenschaftender Liebe und des Ehrgeizes geheilt würden, nichtlänger widerstreben, und nun kam es an den Eigen-nutz, welchen Neukasis zu vcrtheidigen hatte; unddieser antwortete folgender Weise:

Ruf und Ruhm, wie wir es betrachten, ist im»vier ein Wind; sein schönes Bild schwindet dahin wieder Rauch, und wir können uns nie darauf stützen;aber Reichrhümer sind ein wirkliches Gut, welches wirmit den Händen greisen können. Seyd Ihr reich, soseyd Ihr glücklich in dieser Welt, und besitzt darinAlles, was Ihr wünschen könnt. Seyd Ihr reich, sobesitzt Ihr alle Eigenschaften eines geachteten Mannes;Ihr seyd tapfer, edel, klug, rechtschaffen, witzig, wennIhr es auch nicht seyd. Ziehet nur ein reiches Kleidan, haltet Eure Börse gefüllt, um sie nach Gelegen«beit und Lust leeren zu können, sorgt dafür, daß Eure

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