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Mise n o, in Betrachtung kommen; mögen wir tinmer-hin den Gegenstand betrachten, der uns anlockt, aberwir müssen sehen, wie die Menschen, und nicht wie rinbloßes Thier. Wenn wir das thun, so verspreche ichEuch, daß der verliebte Zauber des Gesichts verschwin-den, und die Tugend immer siegreich bleiben wird.
Angenommen, Ihr sehet einen kleinen Bach über dieErde laufen, gerade der Sonne gegenüber. Auf ein-mal wird er Euch wie eine silberne Schlange Vorkom-men, hin und wieder mit Brillanten geschmückt. Ei-gentlich ist es ein sehr armer Bach, aber für unfernStandpunkt ausgesehen, bildet es einen so lebhaftenGlanz, daß es den kostbarsten Edelstein übertrifft. Esscheint, als fliehe er vor der Sonne und daß, jemehrsie sich entfernt, er sie immer mehr verfolge, um sie wieeiner Flüchtigen der goldenen Strahlen zu berauben;der goldenen Strahlen, sage ich, eine schreckliche Waffe,welche gewöhnlich siegreich ist; aber die arme Unschul-dige, blos um ihre Reinheit bekümmert, rein undzitternd läuft fort und entwischt; jemehr Strahlen sieempfängt, desto mehr wirft sie zurück, eine Anmuth,die sie noch glänzender und schöner macht, denn dasVerborgene erhebt die Schönheit, und die Bescheiden-heit giebt ihr einen neuen Reitz. Wenn sich nun Je-mand in die Schönheit dieses Baches so närrisch ver-liebt hätte, daß er sich darüber hergeworfen, ohnezu bedenken, daß eben diese Schönheit von der Sonneherrührte, was würde denn dieser Thor endlich ge»