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3 (1825)
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nigung aller Glieder dieses großen Körpers? OhneEigennutz ist keine Abhängigkeit, ohne Abhängigkeitkeine Unterwürfigkeit, ohne diese keine obere Gewalt,keine Ordnung, kein Gesetz. Nehmt die Abhängig-keit weg, so werden alle Menschen gleich, jeder wirdFürst seyn, der Müßiggang seine Herrschaft, die Un-tätigkeit sein Leben, und eine jämmerliche Erschlaf-fung wird uns folgen von der Wiege bis zum Grabe.Indessen unterwerfe ich meine Meinung Eurer Beur,theilung.

Ueber diese Rede war Neukasis höchst verwun-dert. Aymar gab ihr Beifall, und der Graf billigtesie auf eine übertriebene Weise, dessen ungeachtet be-hauptete er, die Leidenschaft der Liebe sey eben so all-gemein, als die des Eigennutzes, und gewöhnlich nochheftiger. Alle aber wünschten Helena zu hören,welche, um die drei verschiedenen Meinungen in einereinzigen zu vereinigen, zu ihnen sagte, bei allen Men-schen sey die stärkste und schädlichste Leidenschaft dieEigenliebe; dieses sey die gemeinschaftliche Wurzel undder Stamm, woraus die drei Hauptäste, worin siesich theilt, entständen. Was den Eigennutz anbetrifftund die Ruhmbegierde, so gestand der Graf, daß siealle von der Eigenliebe herkamen; aber was die Lei-denschaft der Liebe betrifft, sprach er, so erlaubt mir,daß ich behaupte, sie habe einen weit edlern Ursprung,als die Eigenliebe. Bei dieser edlen Leidenschaft giebtdie Seele sich ganz hin, und sieht so wenig auf sich,