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besitzt, läßt sich zu Handlungen herunter, denen er sichschämen muß. Ich glaube, Ihr werdet mit mir dessenüberzeugt seyrr.
Der Gesandte, der aus Erfahrung die Welt mitganz andern Augen ansah, behauptete, daß die Eitel«keit und die Ruhmbegierde stärker sey, als die Liebe.Der Held, sagte er, läßt seinen Götzen in seinem Va-terlande, und durchreiset Meer und Länder, um einenLorbcerzweig auf dem Marsfelde zu brechen. Der Liebeopfert man Vermögen, Ehre und Lebe» auf; aber nie«mals den Ruhm; und wenn wir von den weisen, gro«ßen und berühmten Männern sprechen, so finden wirunstreitig, daß die Liebe zum Ruhm jede andere Lei-denschaft überwindet; denn beide wünschen nichts sosehr, als nach ihrem Tode ein lebhaftes Andenkenihrer Handlungen zu hinterlassen; damit der Ruf nochfortwähre, wenn die Gebeine schon vermodert sind.
Aber da nicht alle Menschen Helden in den Wis-senschaften und in den Waffen sind, fuhr er fort, somüssen wir auch jetzt im Allgemeinen sprechen, und indiesem Sinne sage ich, daß übermäßiger Eigennutz diestärkste Leidenschaft ist, er ist der Hebel aller Thätigkei«ten der Welt, und ohne ihn würde alles sogleich inStockung gerathen, der Handel aufhören, der Acker,bau darnieder liegen und Künste und Wissenschaftenzu Grunde gehen. Wo würdet Ihr gegenseitige Dienst-leistungen finden, welche doch die Seele der mcnschli«chen Gesellschaft sind? Woher die bürgerliche Verei,