«ine Menge religiöser Worte geläufig zu machen und ihrGedächtniß mit auswendigerlernten Sprüchen, Liedern undCatechismusantworten anzufüllen. Aber das höchste, wasdadurch geschieht, ist, daß die Kinder frühzeitig zu einergewissen mechanischen Auffassung eines nichtbegriffenenLehrgebäudes und für die Kirchlichkeit abgerichtet werden.Ich müßte statt einer Anmerkung ein Buch schreiben,wenn ich hier eine bessere Methode anschaulich machenwollte.
4Z.
Was für ein Segen, was für eine Bildung, könnenauch wir sagen, würde aus unfern vielen Schulen überunsre Gemeinden hervorgehen, wenn alle diese Schulendas wären, was sie seyn sollten, Pflanzstätten der Weis-heit, der Frömmigkeit, der Geschicklichkeit zu guten Wer-ken ! Giebr es doch in manchen nicht großen Gemeindenunter uns 6, 7, in manchen nicht großen Provinzen S —600 öffentliche Schulen! Da hingegen in England manchePfarrgemeinden gar keine Schulen haben und in einzelnenGegenden sogar die Kinder ein Paar Stunden weit gehenmüssen, wenn sie zu einer Schule kommen wollen.
' 46.
Portreflich ! Härte man doch überall solche Wart- undPflegcschnlen unter der Aufsicht verständiger, sinnigerJungfrauen oder Mütter, die eine Brust voll weiblicherZärtlichkeit besitzen und reich sind an holdseligen Wor-ten und Spielen. Das wären die rechten Schulen für dieUnmündigen; diese genössen da die Pflege der Liebe unddann waren sie wie bcpm lieben Gott selbst in der Schule.Ich wollte, die Leser ließen sichs gefallen, hier eine Stellein K r u in machers Kinderwelt Seite 228 u. f. „ O sichauch dort im schönen warmen Saal die kleinen Kindlein !c."nachzulesen.