rin Mädchen ungekämmt und ungewaschen hereinkömmt,dort ein anderes seine Strümpfe niederhangen und seinHalstuch krumm und schief sitzen hat, daß hier ein Kindmit kothigen Füßen in die Schulstube tritt, dort ein and«res hinter dem glühenden Ofen sich brät oder an Tischenund Bänken schneidet, daß hier die Kinder auf ihrenSitzen hin und her schaukeln, dort andre nicht recht wissen,was sie nun thun und treiben sollen; — er läßt krummstehen, was eben so gut grade stehen konnte; ob Tischeund Bänke in der gehörigen Ordnung stehen, ob die Bü-cher, Federn, Tabellen, Kreide, Bleystifte, Lineale re.an der rechten Stelle liegen, ob die Schulstube und Schul«geräthe sauber und gut gehalten sind, oder nicht, daraufrichtet er keine Aufmerksamkeit; — Key seiner Unterweisungbefolgt er keinen mit Verstand gewählten und fest bestimm-ten Plan; man kann es nicht merken, ob er in einemCursus vorwärts oder rückwärts geht; seine Lehre ist dasunbedachte und unvorbereitete Werk des Augenblicks, und
seine Methode ist Schlendrianismus.-Es ist über«
flüssig, das wohlbekannte Bild solcher Schulen noch wei-ter auszumalen. Die Leser begreifen es ohne mein Erinnernvon selbst, daß der Grund dieses Nebels entweder in derGeistesuntüchtigkeit, oder in der Geistcsträg-heit derer liege, die solchen Schulen vorstehen.
26.
Grade wie noch in einigen Schulen unter uns. Wirwürden sagen: „aus Schliepers oder aus Schür-manns Rechenbuch."