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Ein einziger Schulmeister unter tausend Kindern in einer Schule : ein Beytrag zur Verbesserung der Lehrmethode und Schuldisciplin in niedern Volksschulen
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so viele Kenntnisse besitzt, als man wünscht; man übersiehtes, wenn er eine bloß gute aber nicht schone Hand schreibt;man Übersicht es, wenn er kein sehr erfahrner Rechen-meister ist; man übersiebt es, wenn er sich etwas pedan-tisch betragt: aber Schläfrigkeit in seinem Cha-rakter und in seinem Schulhalten übersiebt mannicht. Man glaubt es ihm ansehen zu können, daß ernicht im Stande sey, eine Schaar munterer Kinder zuleiten, ihre Aufmerksamkeit zu fesseln, ihre Herzen ansich zu ziehen, und mit unermüdlichem Eifer ein Amt zuverwalten , welches so viel Leben und Thättgkeit erfordert^man meynt, er müsse als Schulmann ein anderer Mannseyn, und das mit Recht. Der Schullehrer mußein kräftiger, lebhafter und wackerer Menschsenn, oder wie man sich sehr bedeutsam im gemeinenLeben auch ausdrückt, er muß überall die Augen und dieOhren haben. Wer nicht kräftigen.Gemürhs ist, der istauch zu ohnmächtig, auf das Gemllth Anderer zu wirken.Wer kein Leben in sich hat, kann auch Andern kein Lebenmittheilen. Wer nicht wacker ist, kann auch Andre nichtaus dem Schlummer wecken. Der Schulmann, dem esan dieser Lehrertugend fehlt, ist gleich auf der Stelle er-kannt: tritt nur in seine Schule, und wirf ein Paaraufmerksame Blicke umher ! Wie ein müder von den Stra-pazen einer beschwerlichen Tagrcise abgemattcter Wanderersitzt er hingelehnt und hingestreckt; seine Sprache istschläfrig, sein Blick matt, sein Ton ohne Leben, seinGang schleppig, seine Miene bedeutungslos, seine Ge-behrde nichtssagend; um seinen Anstand ist er unbe-kümmert, in seiner Kleidung nachläßig; er nimmt cSnicht genau mit der Ordnung und Zucht; er läßt es hin-gehen , und bemerkt es nicht, daß hier ein Knabe sich hin-streckt, dort ein anderer mit den Füßen scharrt, daß hier