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Ein einziger Schulmeister unter tausend Kindern in einer Schule : ein Beytrag zur Verbesserung der Lehrmethode und Schuldisciplin in niedern Volksschulen
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§42

nicht, auch in jeder Trivialschule, eine Selecka, eine Classivon solchen Schülern gebildet, die nicht mehr lesen, unimechanisch lesen zu lernen, sondern lesen, um Bücher ge-brauchen zu lernen? Warum werden nicht die gereifter»Schüler angelcitet, Schriften, die für sie passen, mitNachdenken zu lese» , und nicht blos die Worte desSchriftstellers zu verstehen, sondern auch den Zusammen-hang der Gedanken zu bemerken, das Ganze der Schriftzu übersehn und zu fassen, und über das Gelesene mitSorgfalt nachzudenkcn? Warum wird den erwachsenenSchülern, che sie confirmirt werden, keine Anleitung ge-geben, an den Belehrungen des Predigers von der Kanzelmit Verstand Anrheil zu nehmen? Warum befindet sichnicht in jeder Volksschule, so wie in der Lankaster«schen, eine Reihe von Schriften, welche der Lehrer mitLen geübteren Schülern liest, um sie von Büchern ver-ständigen Gebrauch machen zu lehren? Warum liest manmit diesen gereiftem Schülern in der Schule nicht verschie-dene dazu paffende Predigten, um sie zur bessern Be-nutzung der mündlichen Predigten anzufüören? warumnicht eine Auswahl von gemeinnützigen Schriften, umsie in den Stand zu setzen, inskünftige Schriften zu be-nutzen, aus denen sie für ihr Gewerbe, für ihre Hand-thicrung und für ihre Aufklärung über allgemeinwichcigeAngelegenheiten Gewinn ziehen können? warum nicht«ine Sammlung von passenden Volkspoesieen, damitman sic in das Heiligthum der Nationalveredlung ein-führe ? Warum begnügt man sich so elender Weise da-mit, dem Gedächtniß der unreifen Schüler höchstens einenCatechismus und einige wasserichte, unpoetische, unver-standene und ungefühlte Kirchengesange einzupfropfen?

Lancaster hat in einem Anhänge zu seiner Schriftdiejenigen Bücher verzeichnet, welche er mit der obersten