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Ein einziger Schulmeister unter tausend Kindern in einer Schule : ein Beytrag zur Verbesserung der Lehrmethode und Schuldisciplin in niedern Volksschulen
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Olivier und viele Andere vor und nach ihnen angege-ben haben, noch gar nichts bekannt geworden ist. Mansollte meyncn, die Lehrmeister, die sich fast ihr ganzes Le»Len hindurch beinahe einzig und allein mit einem elendenSchlendrian des Lesenlchrens abplagen, und die Prediger,welche dieses planlose und unverständige Gemärter täglichvor Augen sehen und bey ihrem Äatechumenen« Unterrichtle die traurigen Folgen davon verspüren,' müßten mitheißer Begierde nach Büchern gegriffen haben, worin ih»nen für ein paar Groschen eine bessere Leselehrmcthod»anschaulich gemacht wird.

Bey den äußerst geringen Fortschritten, welche kn denniedern Schulen noch immer, man darf wohl sagen, devgrößte Theil der Jugend aus den untern Dolksklassen inder Muttersprache, im Lesen und im Denkenmacht, muß auch der Volksunterricht von den Kanzelnund der Volksunterricht in den Schriften der Nationgrößtenthcils unwirksam bleiben, ja verlohren gehen. Diemehrcsten Kinder, welche aus den Trivialschulen entlassenwerden, (daß Ausnahmen, sehr viele Ausnahmen, undhoffentlich immer mehr Ausnahmen statt finden, verstehtsich von selbst) sind nicht im Stande, fertig und geläufigzu lesen. Sie lesen vielleicht das schon mehrmals in derSchule Gelesene mit einer gewissen Geläufigkeit; sie habenvielleicht einige Fertigkeit, in der Bibel, im Gesangbuchtund im Catechismus mechanisch zu lesen: aber man gebeihnen eine andre Schrift, und sie wissen mit dem Lesennicht fertig zu werden. Man frage sic nach dem Inhaltedes Gelesenen und lasse sie das Gelesene deutlich machen;