«IN Schulmeister ; — er ist in sich selbst und in seinemFache ein Meister, — er ist der Meister unter seinenSchülern und über seine Schüler, — er soll als Meisterseine Schüler meistern d. h. er soll sie vermittelst einerguten Distiplinirung seines Unterrichts, vermittelst einerguten Gewöhnung, und vermittelst einer durch Liebe be-lebten und durch Ernst gehaltenen Schulzucht an ihremCharakter und fürs Leben bilden.
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Gegen das Lineiren der Schreibbücher hatman eingcwendet, daß man dadurch die Schüler zur Träg-heit und Unachtsamkeit verführe, und daß daher die Schü-ler, sobald die Linien wegfallen, nicht im Sc. nde seyen,grade und gleichförmig zu schreiben. — Meines Erach-tens hat der Schüler, welcher eben anfangt schreiben zulernen, zu viel zu beachten, wenn er nicht blos auf dasHalten der Feder oder des Griffels, und auf die ein-zelnen Züge jedes einzelnen Buchstaben, sondern auchzugleich noch auf die Zusammensetzung, Richtungund grade Stellung der Buchstaben seine Aufmerk-samkeit und seinen Fleiß verwenden soll. ' Und darumscheint es mir sehr rathsam zu seyn, den Anfängern ihreSchrcibbücher so lange zu lineiren, bis sie die übrigenSchwierigkeiten bey dem Ziehen und Zusammenstellen derBuchstaben überwunden haben und nun ihre Aufmerk-samkeit einzig oder doch vornehmlich auf die grade Stel-lung der Buchstaben richten können.
Durch das Lineiren darf man nur die Unterrichtsstun-den selbst nicht verkürzen; es geht viel Zeit gänzlich ver«lehren, wenn der Lehrer die Schreibbücher in der Schreib-stunde selbst lineirt. Entweder muß der Lehrer Sorge