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Ein einziger Schulmeister unter tausend Kindern in einer Schule : ein Beytrag zur Verbesserung der Lehrmethode und Schuldisciplin in niedern Volksschulen
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Wesen und der Bedeutung der Buchstaben, und wissennicht, was sie damit anfangen sollen. Das heißt, Zeitverschwenden. Die Uebungen im Syllabiren und im Lesen,wen» sie in der gehörigen Stufenfolge, nach einerzweck-mäßigen Metho de und in der rechten Manier eingestelltwerden, können ebenfalls, wenn man die sämmelichenSchüler zugleich unterrichtet, nicht so viel Zeit wegnch«men. Und doch bringt man damit in vielen Schulen nochmehrere Monate zu. Das Lescnkönnen muß sich bey einerguten Methode in kurzer Zeit von selbst ergeben, wiedies auch dir Erfahrung in allen guten Schulen lehrt.Und doch verlassen viele, sehr viele Kinder nach 5 , 6 undmehrern Jahren die Schule, ohne geläufig lesen undvon Büchern Gebrauch machen zu können.

Nun werfe man einmal einen Blick in die Schulenvon der gemeinen alten Art. Es seyen 100 Kinder in derSchule, und es werde täglich S Stunden Schule gehalten.Der Schulmeister nimmt ein Kind nach dem andern vorund läßt es, wie man es zu nennen pflegt, seine Lectionaufsagen. Von 5 Stunden kommen auf ein jedes vondiesen ioo Kindern 3 Minuten, schreibe, drey Minuten.Die übrigen 297 Minuten gehen für das einzelne Kindmehrentheils verlohren; denn so lange muß es stille sitzen,lauren, sein Buch in der Hand halten und höchstens neben-her ohne alle Anweisung einige Zeilen schreiben oder einPaar Rechenexempel mechanisch ausrcchnen, während derLehrmeister die übrigen hg Kinder, eins nach dem andern,auf die nemliche abgeschmackte Art bornimmt und aufsa-gen läßt. Nimmt man an, daß das Schuljahr 260 Tagehat, und daß auf den Tag 5 Schulstunden kommen, s»wird ein Kind in 12S0 Stunden oder 75,000 Minuten,nur 760 Minuten oder in einem ganzen Jahre Stun-de lang von dem Lehrer vorgenommm. Und für eine