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Ein einziger Schulmeister unter tausend Kindern in einer Schule : ein Beytrag zur Verbesserung der Lehrmethode und Schuldisciplin in niedern Volksschulen
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Lüg

fchäftiget ihr Gedächtniß; sie wollen gern etwas fasse«und behalten. Beschäftiget ihre Phantasie; sie sehnen sichnach Bildern, die ihrem Geiste Nahrung bringen. Undthut dies auf eine dem kindlichen Charakter angemesseneWeise. Sehet euch fleißig und mit freundlichem Gemüthein der Kinderwelt nm. Lernet die Kinder mit allen ihrenkindlichen Eigenthümlichkciten kennen. Lernet die Kinder-lieben und ehren. Lernet mit Kindern kindlich umgehen.Gebet ihnen Werk zu wirken, was Äinderwerk ist. Wennihr das nicht thut, so bleibt euch keine andre Wahl, ihrmüsset allen Lärm und alle Unruhe, die euch die KinderLurch eure eigene Schuld verursachen, entweder schweigendertragen, oder mit despotischer Strenge unterdrücken.Und beydes taugt nicht. Wollet ihr die Kinder zwingen,ohne eine ihrem Kindesalter angemessene Beschäftigung,vielleicht gar ohne irgend eine Beschäftigung, stundenlangin der Schule stille zu sitzen, stille zu schweigen, dastodte Buch in den zu etwas anderm und bessern« sich seh-nenden Händchen; wollet ihr ein gravitätisches Amtsgvsicht aufsctzen, und mit drohender Gebehrde, mit euremdespotischen Scepter und keifender Corporalsstimm« Stillegebieten: so werdet ihr euren Schülern den Schulbesuchverleiden; so werdet ihr ihnen die Schule zu einem Orteder Quaal machen; so werdet ihr sie in ihren Fortschrit-ten aufhalten; so werdet ihr ihnen nicht väterliche Freun-de und Führer auf den Blumenauen der Kindheit, son-der» Plagegeister (Orbilii xlügosi) seyn; so werdet ihreuch an Len unschuldigen Kindern versündigen und Fluchauf euch laden. Wollet ihr ihrem Triebe zur Tätig-keit freyen ungezügelten Lauf lassen, ohne ihm eine guteRichtung zu geben: so mbget ihr euch an der Kindlich-keit, an dem Frohsinn, und an dem Freyheitsgefühl derJugend weniger versündigen; aber ihr werdet eure Schule