nicht darauf sehe, daß irgend eine besondreManier der Unterweisung, irgend ein besondersReligionssystem oder Glaubensbekcnntyiß schlechter»dings eingcführt werden solle. Ist ein Lehrmeisterein braver, thätiger, sorgsamer Mann, so ist diesalles, was die Societät von ihm verlangen kann.Man bedenke nur, daß der hier gcthane Vorschlagkeineswcges darauf abzwecke, eine ganz neue Artvon Schulen zu errichten, sondern blos die bereitsvorhandenen Schulen durch Unterstützung und Er»munterung der Lehrmeister zu verbessern. JedemLehrmeister muß deshalb auch die Freyheit gelassenwerden, auf seinem eigenen Wege fortzugehen undan den für ihre Mühe und Verdienste ausgcsetztenBelohnungen und Vortheilen Theil zu nehmen.Einige Punkte aber giebt es, auf welche das Pu-blikum einstimmig eine vorzügliche Aufmerksamkeitwill verwendet wissen, und diese sind hauptsächlichdie gebührliche Sorge für Gesundheit, Reinlichkeitund gute Aufführung.
Die Societät hat keinesweges die Absicht, durchmehr als herkulische Arbeit neue Schulansialtenhervorzubriugen, oder sich in irgend einer altenSchule eine ungebührliche Macht anzumaßen z son-dern sie soll nur dahin streben, die Schulen, soweit es sich thun läßt, durch ein mi.ldes, gesetztes