gutes Wort mit drein zu sprechen. Er muß sichnur hüten, nicht zu viel Worte zu machen, da-mit nicht das, was er sagt, mehr zum Ekel alszur Lehre gereiche.
Es ist leicht, den Geist der Jugend zum Nach-denken zu bringen. Denkt sie aber nach, so wer-den ihr manche Zweifel und Bedenken aufstoßen,über welche sie sich bey ihrem Lehrer Naths erholt;und dies giebt eine gute Veranlassung über dieandre, sie zu belehren. Je vertraulicher und leut-seliger er dabey verfährt, desto tiefere und blei-bendere Eindrücke wird er nicht blvs auf den Geistund das Gedächtniß, sondern auch auf das Herzder Kinder machen.
Was den praktischen Religionsunterricht betrifft,so findet dieser in allen Schulen, wo eine flüchtige,unbesonnene Jugend durch ihr Betragen gegen dieGrundsätze der Ordnung oftmals verstößt, häufiggenug Statt.
In Hinsicht der Ordnung, die in allen mensch-lichen Angelegenheiten so nvthwendig ist, muß derLehrer immer bedenken, daß „Ordnung das ersteGesetz Gottes" ist, und es deshalb der ihm an-vertrauten Jugend anschaulich machen, daß selbstdie geringste Verkehrung dieser Ordnung Ver-wirrung hervorbringe. Da aus allen Fügungenund Einrichtungen der göttlichen Vorsehung Regel-