i58
Hülfe gewiß Eindruck auf sic machen. Erblicken siean ihrem religiösen Lehrer die Schönheit undWürde wahrer Frömmigkeit: so werden siedie Gnade des Allerhöchsten über alles ehren undderselben werth zu seyn sich bestreben. Anschaulichüberzeugt, werden sie ihr Herz erwärmt fühlen.Mögen auch der eine und andre meynen, es seygut, den Kopf mit Neligionskenntnissen anzufüllcn,weil das Gedächtniß sie am besten behalten könne:so ist doch diese Art der Unterweisung, begleitet vonder Macht des guten Veyspicls, die einzige, welchezu Herzen geht und wohlthätige und bleibende Ein-drücke hinterläßt.
Diese ersten Grundsätze sind wie Bollwerke, die,wenn sie gut errichtet sind, zu einer immerwähren-den Schutzwehr dienen; reißt man sie nieder, sofällt mit ihnen alle Religion.
Ein sorgsamer Lehrer richtet ans diese Grund-sätze seine vornehmste Aufmerksamkeit und Sorge,er läßt sie sich nie aus dem Sinne kommen.
Sein ganzes Bestreben geht dahin, die rechteGelegenheit, religiöse Eindrücke zu mache«, rechtzu benutzen: und ist er ein sorgfältiger Beobachter,so wird sich ihm Gelegenheit und Veranlassung ge-nug dazu darbieten. Faßt er die kleine Gesellschaft,wenn sie ausser der Schulzeit ihr Wesen treibt,ms Auge, so wird er oft Veranlassung haben, ein