6^2
Diese Steuer ist als Könfumti'onSsteuer in ihrerWirkung der Aecise gleich; sie kann — wenn cS nichteine Trausitoabgabe ist, welche die Ausländer bezah-len — ebenfalls nur von den Konsumenten der ver-zollten Waaren bezahlt werden, die achtes Einkom-men genießen, und sie macht, wie die Arcise, oft aucheinen sehr langen Weg, ehe sie zu diesem Konsumen-ten kommt, der alle die Kosten, welche dieser Wegverursacht hat, tragen muß.
Es giebt im preußischen Staate Erenzzölle undinnere Zölle; die letzkern sind vorzüglich in der Kur-mark der Zahl nach sehr beträchtlich, indem die al-tern Landessürsten das kaiserliche Privilegium zu An-legung beliebiger Zölle für ihre Kassen so hoch nutz-ten, als es nur immer möglich war. Es bedarf kei-nes tiefen Forsrhens und Nachdenkens, um sich zuüberzeugen, daß die inner» Zölle Handel und Ge-werbe noch mehr stören und vermindern, als dieGrenzzölle. Die fast in allen Provinzen nach ver-schiedenen Sätzen angelegten Aceiseabgaben habenvorzüglich die in neuern Zeiten angelegten Zölle, diebei der Einfuhr aus einer preußischen Provinz in dieandere erhoben werden, erschaffen; indem einc Waare,die in der Kurmark höher besteuert ist, als in Pom-mern, von dorther wohlfeiler in die Kurmark ge-bracht werden könnte, als aus andern Ländern, wennman nicht die Veranstaltung gekroffLn hätte, daßdurch die gegenseitigen Zölle und die sogenannteNachschußaccise daö Fehlende an der Grenze denKassen ersetzt würde. Alle Rechnungokünste und dasNachdenken einer Menge von Offizianten müssen dar-auf verwendet werden, die Ungleichheiten des Kon-sumtionSjteuersistemS, fo viel als möglich ist, im Gleich-gewicht zu erhalten, und diese ZirkulationSabgaben