des zweiten Abschnitts. 14 t
erfunden wurde. Die Jesuiten haben j.doch den Gebrauchdesselben nicht in China eingeführt gefunden; aber man mußbemerken, daß die schönsten Kenntnisse in den Händen der Chi«neser verloren gegangen sind: die Erfindungen eines Men-schen sterben gewöhnlich mit ihm; also zeigt sich das Genie,das immer selten bei ihnen ist, nur noch vergeblich bei ihnen.Dieß Instrument kann mit unter denen von Lo-cbeoitsklngseyn, die man erhalten hat; aber sie sind in einem verschlösse«neu Saale, in welchen die Jesuiten des Kredits, worin ste stan«den ungeachtet, niemals haben hincindringen können d).
§. 27.
Lo - ckeou - king erfand Methoden für die Sonnen«und Mondfinsternisse. Wgs diese letztem betrifft, so nahmer eine Gleichung zwischen der Mitte der Finstcrniß und demAugenblicke der Konjunktion an; diese Gleichung ist ungefährvon derselben Art-, als die von prolemäus l) wahrgenommeneReduktion auf die Ekliptik. Die meisten Chineser verwarfensie; wir wundern uns darüber nicht, sondern weit mehr dar«über, daß Lo-cheou-king sie angenommen und erfundenhat; diese Gleichung ist immer ziemlich klein. Seine Untersu-chungen scheinen wegen ihrer Genauigkeit- einer aufgeklärtenTheorie zu gehören, die dieser Astronom nicht hatte. Dießist von Ptolemäns nicht zu verwundern; er hatte die Aufga-be der Finsternisse anfgelöset und alles sehr gut gesehn, waSdavon abhangt. Aber man findet in den Schriften der Chi-neser keine Kenntniß von den Ursachen; man bemerkt darinnicht eine von Grundsätzen geleitete sichre Spur. Dieß sindLeute, die an einem unbekannten Orte» nach den Anzeigen,die ihnen gegeben worden sind, umhertappen. Viele chinesi-sche Bücher sind verloren gegangen: aber warum findet sich inden aufbewahrten keine Kenntniß von den Ursachen und Prin«jipen?
§. 28 .
Wir wollen uns hier in keine umständliche Beschreibungdieser chinesischen Methoden einlassen, sondern sie denen über-lassen, die Zeit und Wißbegier haben, den Faden dieses Laby-rinths zu suchen und zu entdecken, auf welche Theorie dieseMethoden gegründet sind. Wir wollen hier, als bloßer Ge-schichtschreiber, nur sagen, daß wir nur eine Reihe von Regelndarin gesehen haben, welche entweder auf lange Beobachtun-