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Dritter Abschnitt.
Won der Astronomie in Europa bis auf Köper»
nikus.
§. i.
Nach einer langen Reise kommen wir endlich zuEuropa, dem Vaterlande der Künste und Wissenschaf-ten, das von der Natur zu den großen Fortschritten be-stimmt war, welche nur durch aufeinander folgende Be-mühungen und durch schwer zu vereinigende Umstände-durch die Ausbildung der Völker, durch die Dauer derReiche und einer Temperatur, die dem Genie angemes-sen ist, hcrbcigeführt werden. Das Gebäude der Astro-nomie, in den ersten Zeiten gegründet, durch Erdrcvo-lutionen oder durch politische Veränderungen umgc-fiürzt, von den alten Völkern Asiens in seinen Trüm-mern erhalten, in Asien und bei den Arabern zum Theilwieder aufgeführt, verdankt seine Größe Europa. Ita-lien und Deutschland machten den Anfang, Frankreichund England beschleunigten den Bau, und jetzt arbei-ten daran wetteifernd alle Nationen. Noch immersteigt das Gebäude empor, und wir können nicht sagen,wo der Gipfel seiner majestätischen Höhe aufhören soll.
§. 2 .
Europa war, wenn man Griechenland und Ita-lien ausnimmt, lange in Barbarei versunken. DieEroberungen der Römer verbreiteten neue Sitten, undfingen an zu kultiviren. Unstreitig waren die Bewoh-ner dieses Wclttheils jünger als die Orientaler. DiePflanzschulen des Nordens haben immer die mittägli-chen Länder mit Menschen versehen. Der Nordenscheint der Mittelpunkt gewesen zu seyn, aus welchemsich mehrecemale Stralenbüschel der Bevölkerung unddes Lichtes ergossen haben. Die erste Ergießung dieserArt geschah in den ältesten Zeiten, und erstreckte sichdurch ganz Asten, und neue Schwärme verbreiteten sich