Von den Arabern, Persern u. n. Tartarn.
entdeckt zu haben. Sie haben sie bloß verändert, unddie hinzugemischken Ungereimtheiten sind ihr Werk.Führte auch das Almagest nicht Ptolemäus Namen,und wäre uns auch nur die arabische Uebersetzung davonbekannt, würde man wohl glauben, daß dkeß Volk derErfinder der in diesem Buche enthaltenen Methoden scy,wenn man neben den Prinzipien so viele falsche und un-gereimte Anwendungen derselben bemerkte, wenn mansähe, wie die Verirrungen der Astrologie den Regelnder gesunden Astronomie das Gleichgewicht halten; undAlmamun, der Wiederherstcller der Wissenschaften,durch einige Taschenspielerkünste in Erstaunen gesetzt,sich so weit herabläßt, bei dem Streite zweier vermein-ter Zauberer den Schiedsrichter zu machen? — Manwürde ohne Zweifel sagen, daß das Almagest dem Kha-lifen und diesem Volke mitgcthcilt, und diese Wissen-schaft für sie nur einejaufgenommene Wissenschaft sey.Diesem Grundsätze zufolge haben wir die Indier undChaldäer beurtheilt; sie sind eben so wenig Erfinder ge-wesen, als damals die Araber, nur mit dem Unter-schiede, daß die Araber cs verdienten, die Schüler derAlexandrinischen Philosophen zu seyn. Sie verstandenihre Lehrer; sic setzten sich selbst nachher durch einige Er-findungen in Ansehn, und vereinigten Einsicht und Ge-nie mit dem methodischen Geist, der immer ihr Eigen-thum ist. Die alten Völler hingegen erhielten uns dieUeberreste der alten Astronomie ohne Ordnung und mitallen Fabeln, die sich nach und nach hineingemischt hat-ten, und wir würden alles verloren haben, wenn sieeben so wenig Gedächtniß als Beurtheilungökraft ge-habt hätten.
§- - 3 .
Wir wollen jetzt die vorzüglichsten arabischen Astro-nomen anführen. Alfragan ist der erste. Erlebteunter der Regierung Almamune, und hat uns astro-nomische Elemente hinterlassen, die aber nichts weiterals Auszüge aus dem Almagest sind. Thebith kam