Erster Abschnitt. iz
die muhammedanische 544 u) cpistiren. Das Ende dereinen hätte also insIahr 1460, und das der andern insJahr n66 unserer Zeitrechnung fallen müssen. Er hatmit eben so wenigem Glücke der Lüge als der Wahrheit dasHoroskop gestellt. Man sieht daraus, daß die Arabersich nur mit der Astronomie bcschäfftigten, um eineKenntnrß von der Zukunft zu erlangen. Der Irrthumhatte wenigstens das Gutehervorgcbracht, daß die Astro-nomie kultivier wurde. Diese Wuth zu weissagen, warder herrschende Geist des Zeitalters, wovon selbst eingroßer Mann mit fortgerisscn wurde; Alkin dis Ge-schichte hat uns gezeigt, daß Almamun sich diesen,Träumereien überließ. Dieser Khalife scheint sich auchmit der schon in den ältesten Zeiten in Asien eingeführ-tcn natürlichen Astrologie beschäfftiget zu haben. Erbeobachtete, sagt man, sorgfältig die Rückkehr derWinde x). Alles dieß beweiset, daß die Araber zwardie Wissenschaften, aber nicht den Geist derselben besa-ßen. Messalah, ein Jude, der unter AlmamunsRegierung zu Bagdad lebte, glaubte, daß die Sternevon der Sonne erleuchtet würden; um nämlich zu be-weisen, daß dieß Gestirn größer sey als die Erde, rä-sonnirte er auf folgende Art)): wäre die Sonne eben sogroß oder kleiner, so würde sich der Erdschatten bis insUnendliche erstrecken, und folglich würde alle Nächte einTheil der Sterne verfinstert werden.
§. 12.
Hier haben wir ein Beispiel, wie die Unwissenheitgenaue und wahre Kenntnisse mit Ungereimtheitenvermischt. Man erkennt daran Anfänger, die dieGrundsätze herstammeln, und die Wahrheiten entstellen,und man wird sie nicht beschuldigen, diese Wahrheiten
u) ^Ibumskar, äs ms§. cochunÄ. Ir. II. c. ulk. Usrbe-Ist, x. 28-
x) Llmacin. Hikl. äs« ^rsb. I.. II. c. 8-^) , äs elsmenlir er orbibas, c. 8- Nürnberg durch
Heller 1549.