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Agostino Steffani, Bischof von Spiga i. p. i., apostolischer Vicar von Norddeutschland : 1709 - 1728
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um dem König den Verdacht zu nehmen, als habe inan, um sich seinereigenen Worte zu bedienen, die Absicht, äs xorrsosr Is tonrps xar ls8chzarrlas,

Ich antwortete, daß ich bezüglich des ersten Punktes keine Schwierig-keiten mache, und daß ich, sobald ich nach Neuhaus zurückgekehrt seinwerde, ihm die Abschrift des gewünschten Breve's zusenden würde, zumalin demselben nichts dem König Mißfälliges enthalten sei, außer, daßihm nicht der Name gegeben sei, den er wünsche. Das zweite verständeich nicht gut, da ich nicht glauben könne, daß man verlange, der Papstsolle der Stadt Köln befehlen, zu gestatten, daß eine calvinische Kirche inderselben geöffnet werde. Er unterbrach mich und sagte, daß man sie nichtfür so unverständig halten möge; er könne mir versichern, daß der Könignichts anderes verlange als dasjenige, was von den kaiserlichen Commissa-rien für Recht befunden sei. Bezüglich des dritten Punktes sagte ichihm, daß ich die sehr gerechten Absichten E. K. H. kenne und keinenAnstand nehmen werde, Sie demüthigst zu bitten, das zu thun, worumer gebeten habe, indem ich ihm die Versicherung gab, daß E. K. H.alles Mögliche thun werde, um dem König es handgreiflich zn machen,daß es an ihm nicht liege, wenn die Sache noch nicht zu Ende gebrachtsei. Er gab mir die Klagen in einem Schriftstück, das hier beiliegt.

Damit nun E. K. H. nach voller Ueberlegung mich mit Ihrengütigen Befehlen beehren kann, muß ich noch sagen, wie ich den preußi-schen Hof gefunden habe." Der König sei schwach und krank, schon dasSprechen sei ihm zuwider. Vom Kronprinzen will er gar nichts sagen.Die Königin habe ihm tausend Gnaden erwiesen, aber von den Ka-tholiken habe sie jetzt die Ansicht, daß sie nichts Werth seien, wie siesich ausdrücke.

Die Minister sind ohne Ausnahme geschworene Feinde des katho-lischen Namens, Blaspiel ausgenommen. Da ich aber beobachtet habe,daß der einzige Minister, den der Kronprinz leiden mag, gerade Blaspielist, so habe ich geglaubt, eine Schuld contrahiren zu können und zumüssen. Als ich mit ihm über unsere Angelegenheit verhandelte, sagteich ihm: Ihnen, der Sie ein guter Diener des Kurfürsten sind, und daich bei Ihnen mehr Vernunft und weniger Härte als bei den Andernfinde, Ihnen kann ich sagen, was ich will, und was ich Andern nichtsagen darf. Ich habe beim König bemerkt, daß er gegen die Auctoritätdes Papstes ein Gefühl der Unbehaglichkeit hat, bei den Ministern eineFurcht, mag sie wahr sein oder erkünstelt, vor dem Verluste der Kirchen-güter und vor der Gefahr von Mentalrestrictionen. Falls jedoch derKönig dabei seinen Vortheil findet, wenn er sich mit dem Römischen Hofeauf guten Fuß setzt, können Sie mir dann sagen, daß noch andere