Iie folgenden Lapitel bilden eine Fortsetzung meiner vorigjährigen Oereins-schrift: „Aus den Papieren des kurpfälzischen Ministers Agostino Steffaui, Bischofsvon Spiga," deren Vorwort auch für diese gilt. Außer den dort angeführten
Archivalien sind hier auch solche aus den Römischen Archiven benutzt, die mir vonbefreundeter Hand zum Gebrauch übergeben wurden. Schon wegen der räum-lichen Beschränkung der Vereinsschriften hat ein Theil der Thätigkeit des Bischofsvon Spiga in seinem vicariate von der Behandlung in dieser Schrift ansgeschiedenwerden müssen, nämlich die Mrdnung der Missionen Hannover und Gelle. Sosehr auch diese Angelegenheit in den Rahmen des Bildes gehört, das diese Schriftzeichnen will, so hoffe ich doch, daß deren Ausscheidung der Sache zu Gutekommen wird, welcher diese Lapitel dienen. Denn es ist meine Absicht, in
einer zusammenhängenden Geschichte der genannten beiden Missionen die Verhält-nisse derselben unter dem vicariate des Bischofs von Spiga darzustellen.
In einer Recension meiner vorigjährigen Vereinsschrift ist der Wunsch nacheiner Biographie Steffani's ausgesprochen, wenn die letztgenannte Arbeit undnoch einige andere Lapitel hinzukommen, so dürfte im wesentlichen diesem Wunscheentsprochen sein. Das Bild des Mannes, wie es sich herausstellt, ist nicht das einesmakellosen Heiligen, aber leere Worte waren es auch nicht, wenn die höchsten
kirchlichen Behörden ihn wegen seines Eifers für die heilige Sache Gottes mit
Lobsprüchen überhäuften. Indessen liegt nicht sowohl in seiner Person als viel-mehr in der Sache, welche er betrieb, und in der Entwickelung der Dinge unterseinen Händen der Schwerpunkt meiner Darstellungen.
Auch in dieser Schrift habe ich einfach die Acten reden lassen und Reflexionenvermieden, so nahe sie auch liegen, zufrieden, wenn der freundliche Leser zu solchenVeranlassung findet.
Dalle a. 8. im Mai Ms.
K. w. woker.