Bernward's Leben.
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er dann zu dem vorgenannten Grafen, seinem Großvater zurück-kehrte, wurde er aufs zärtlichste von ihm ausgenommen, inständiggebeten, er sollte nie von ihm Weggehen und sagte leicht zu. Erdiente ihm mit solcher Unterwürfigkeit und Ausdauer, daß er,wenn die Andern zu ihrer Erholung sich zeitweise entfernten, Tagund Nacht unablässig, unermüdet ihm zur Seite blieb, das Be-nehmen des kranken, altersschwachen Greises aufs geduldigste er-trug, zwischen ihm und der Familie als Vermittler diente, durchheilsame Ermahnungen die andern täglich auf ihre Pflicht hin-wies und durch seine aufmerksame Güte ihre Sorge für denGrafen verdoppelte. Aus Liebe zum Vater gab er auch für dieSöhne ganz sich hin, und erwarb sich bei ihnen große Gunst.Und obgleich in solche Vertraulichkeit leicht der Neid sich ein-schleicht, wußte er ihn durch die größte Sorgfalt fast überall zuvermeiden. Zwischen dem Vater und dem Sohne, nämlich demHerrn Bischof Volkmar, eilte er als Botschafter häufig hin undher und wurde durch das Vertrauen beider hoch begünstigt. Denner gefiel dem Bischöfe so sehr, daß dieser ihn an seiner Stattdem Kloster zu Deventer vorsetzen wollte, und es entstand zwischendem Bischöfe und dem Grafen über den hochbegabten Jünglingein frommer Streit, da jeder ihn um seines Benehmens willenwie einen Sohn bei sich zu haben wünschte. Er aber wollte lieberder Schwäche des gebrechlichen Großvaters eine Stütze sein, alsbei dem Bischof sich vergnügen, und hielt bis zu seinem Sterbe-tag in treuer Ergebenheit bei ihm aus. Nach seinem Tode begaber sich in den Pallast', nämlich in den Dienst Kaiser Otto's III.,der damals noch ein Knabe von sieben Jahren, mit seiner ver-ehrungswürdigen, hochweisen Mutter, der kaiserlichen HerrinTheophano, dem Reiche Vorstand. Von ihr wurde der verehrungs-würdige Jüngling Bernward aufs gnädigste ausgenommen underlangte in kurzem ihr höchstes Vertrauen, so daß sie mit Ein-willigung sämmtlicher Großen den Herrn König zum Unterrichtin den Wissenschaften und zur Erziehung seiner Treue befahl.
1) 987, denn Otto III. war im Sommer 980 geboren.