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Die Lebensbeschreibung der Bischöfe Bernward und Godehard von Hildesheim
Entstehung
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Vorrede.

Ende des zehnten nnd im Anfänge des elften Jahr-hunderts war für Hildesheim eine glückliche Zeit. ZweiMänner von seltenster Trefflichkeit bestiegen in unmittelbarerFolge den bischöflichen Stuhl. Sie förderten kräftig dasGedeihen ihrer Kirche, erhoben sie zu einem Häuptsitz derBildung in Norddeutschland, und der Glanz ihrer persönlichenVerdienste gab auch ihrem Bisthume selbst vor mächtigeren,umfangreicheren Gebieten Ansehen und Bedeutung. Diesenbeiden Männern, dem heiligen Bernward und dem heiligenGodehard, sind die folgenden Blätter gewidmet.

Aus Bernward's Leben lernt man recht erkennen, wievielseitig damals ein Bischof wirken konnte. Nichts im Be-reiche kirchlicher oder bürgerlicher Zustände ist seinem Ein-flüsse entzogen. Er ist der Erzieher, Freund und Rathgeberseines Kaisers; er unterhandelt für ihn und folgt ihm in dieSchlacht. In seinem Bisthum leitet er das kirchliche Leben;er gründet Kirchen und Klöster, aber auch feste Burgenzum Schutz gegen fremde Raubvölker und zieht Mauern