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Die Lebensbeschreibung der Bischöfe Bernward und Godehard von Hildesheim
Entstehung
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XVIII
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XVIII

Vorrede.

h. Basolus zu Rheims den Erzbischof Arnulf entsetzt hatte.Auf diesem in Deutschland also nicht unbekannten Bucheberuht Wolfher's gesammte kanonische Gelehrsamkeit; in derRede Godehard's auf der Synode zu Rcgensburg (Kap. 9.)klingt es immer durch; nicht nur einzelne Ausdrücke, sondernganze Sätze sind herübergenommen. Aber alle diese Musterund Hülfsmittel haben die Sprache Wolfher's nur wenig ver-vollkommnet; sie ist nicht gerade roh, aber ungelenk, dunkel,weitschweifig. Insbesondere könnte die Vorrede den Ueber-setzer zur Verzweiflung bringen; sie überbietet an Schwulstund verworrener, übermäßig gedehnter Satzbildung Alles wasmir aus jenen Zeiten bekannt geworden ist. Dafür entschädigtaber die Darstellung durch etwas Frisches, Lebendiges, un-mittelbarer Anschauung Entsprungenes, das ihr einen eigen-thümlichen Reiz, und trotz der fremden, allem individuellenAusdruck so hinderlichen Sprache ein bestimmtes Gepräge ^giebt. Es war wohl ein unermeßlicher Vortheil, daß dem ^jungen, im Denken und Schreiben noch so ungeübten Zeitaltereine fertige, aufs Feinste durchgebildete Sprache zum Ausdruckseiner Gedanken gleich sich darbot. Aber man möchte dochoft zweifeln, ob er für die Hemmnisse Ersatz gebe, die derEntwickelung unserer eigenen Sprache und dem selbstständigenAusdruck des Gedachten daraus erwachsen sind. Wenigstensfällt es in den Schriften jener Zeit häufig auf, wie ein an -sich feiner und geistvoller Gedanke, der in der angeborenen >deutschen Tracht vielleicht sehr amnuthig und frei hervor-getreten wäre, durch diese fremde Hülle wie durch einen ibleiernen Mantel zu Boden gedrückt und verkümmert ist.Darum verdienten diese Bücher vor allein einen Uebersetzer,