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Die Lebensbeschreibung der Bischöfe Bernward und Godehard von Hildesheim
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XVI
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Vorrede.

Monumente, der sie in Wien 1821 abgeschrieben, und im11. Bande der Scriptoren veröffentlicht hat. lieber die Zeitder Abfassung möchte ich jedoch nicht ganz ihm beistimmen.In den Monumenten wird angenommen, das ältere Leben Gode-hard's sei nach dessen Tode verfaßt, und als auffällig an-gemerkt, daß der Verfasser die Erzählung nicht bis auf denTod des Bischofs fortgeführt, sondern vor vollendetem Werkemitten auf der Seite abgebrochen habe. Nun scheint mir abergerade aus der Stelle, die zum Beweis seines Todes theilweiseabgedruckt ist, hervorzugehendaß Godehard damals zwar sehralt und der Welt abgestorben, aber doch noch nicht gestorbenwar. So würde sich leicht erklären, warum Wolfher nichtvon dem Tode des Bischofs redet, und warum er mitten aufder Seite abgebrochen hat. Denn das Werk scheint der Formnach nicht unvollendet, sondern nachdem es die Erlebnisse desKnaben und die Thaten des Mannes beschrieben hat, schließtes mit einer allgemeinen Schilderung seines frommen, nurnoch auf Gott gerichteten Lebens, und nennt die frommenWerke der Kunst, die Hildesheim ihm verdankt.

Hier fehlt der Raum, alle Gründe für diese Ansicht aus-zuführen. Nur möchte ich noch darauf Hinweisen, daß Gode-hard nie die für Todte herkömmliche und auch in der späterenSchrift nicht fehlende Benennung des Seligen erhält, daß sichin dem ganzen Werke, auch da, wo sie kaum sich hätte ver-meiden lassen, durchaus keine Beziehung auf den Tod desBischofs findet; während an mehreren Stellen, unter andernin der Vorrede, in den Eingangsversen und im vierunddreißigstenKapitel fast unzweideutig von ihm als einem Lebenden ge-il V-rgl. S. 76, Z. 4 ff. v. o.